Opfikon

Ein neuer Standardkreisel – garantiert ohne Puck und Kommerz

Die Kreisel in Kloten geben wegen werberischer Inhalte viel zu reden. Diejenigen in Opfikon sind betont nüchterner. Keiner ist besonders dekoriert, auch der Neuste nicht.

Der neuerdings etwas grössere Innenraum des Kreisels an der Wallisellerstrasse in Glattbrugg sieht bislang wenig attraktiv aus.

Der neuerdings etwas grössere Innenraum des Kreisels an der Wallisellerstrasse in Glattbrugg sieht bislang wenig attraktiv aus. Bild: Christian Wüthrich

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Vier Kreisel gibt es im Stadtgebiet von Opfikon. Und auf fast allen stehen Bäume. Gar ein Wäldchen mit zwei Eichen, Büschen und viel Grünzeug stand zuletzt im grossen Kreisel an der Wallisellerstrasse/Thurgauerstrasse. Doch das gut gepflegte Gehölz gehört der Vergangenheit an, seit der Kanton an selbiger Stelle eine Strassensanierung vorgenommen hat.

Seit Monaten präsentiert sich beim Halbanschluss der Flughafenautobahn deshalb eine öde Steinwüste – selbst jetzt, nach Beendigung der Bauarbeiten. Will der Kanton bei den Opfikern ein Exempel statuieren, wie ein Kreisel nach dem Gusto der Behörden auszusehen hat? So quasi als Gegenpol zu den auffällig dekorierten Exemplaren mit Flugzeugheckflosse und Riesenpuck im aufmüpfigen Kloten? Dort halten Stadtrat und Eishockeyclub partout an dem überdimensionalen Puck mit EHC-Logo inmitten eines Kreisels des Kantons fest? Das ist gemäss kantonalem Tiefbauamt aber unzulässig, weil kommerzielle Kreiseldekorationen verboten seien. Puck nein, aber Heckflosse ja: Der Konflikt sorgt momentan für viel Gesprächsstoff. Jüngst sogar in der «Weltwoche» und demnächst auch im Schweizer Eishockeyfachmagazin «Slapshot».

Alles wird grün

Der kahle Kreisel an der Wallisellerstrasse in Glattbrugg soll übrigens nicht so öd bleiben. Weil offenbar kein Interesse an irgendwelchen Dekorationen auf diesem Kreisel besteht, wird jedoch der Kanton dies übernehmen. «Die Stadt Opfikon hat bei uns kein Gesuch für die Gestaltung des Innenraums gestellt», sagt Thomas Maag, Mediensprecher des Tiefbauamts.

Woran man sich beim Kanton orientiert, steht im Dokument «Kreiselrichtlinie». Was Werbung sein könnte und was als kommerziell erachtet würde, sucht man da jedoch vergebens. Als Standard gilt hingegen: Markant in Erscheinung treten soll die Mittelinsel, die im Normalfall aus einem Erdhügel von mindestens einem Meter Höhe und unterhaltsarmen Sträuchern besteht.

Im Fall von Glattbrugg beruhigt Maag: «Der Kreisel-Innenraum wird nachher wieder so grün sein wie zuvor. Die Bepflanzung mit Hecken und einem Baum erfolgt in den nächsten Wochen.»

Erstellt: 11.10.2019, 17:43 Uhr

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