Zum Hauptinhalt springen

Ein Staatsanwalt, der Schreibmaschine und Pinsel liebt

Erstmals ist an der Eglisauer Erzählnacht der pensionierte Staatsawalt Paul Prinz mit dabei. Was er am Freitag, 27. Januar vorlesen wird, könnte beim Publikum möglicherweise Gänsehaut erzeugen.

Nicht nur als Autor zeigt sich Paul Prinz kreativ, sondern auch als Maler von Ölbildern.
Nicht nur als Autor zeigt sich Paul Prinz kreativ, sondern auch als Maler von Ölbildern.
Sibylle Meier

«Ich hatte schon immer eine Ader fürs Schreiben», sagt Paul Prinz. Die vielen Gedichten, die er verfasste, hat er selber in einem Band herausgegeben. Der 74-Jährige aus Neerach schreibt derzeit aber auch an einem Kriminalroman. 26 Jahre lang war Paul Prinz Bezirksanwalt in Dielsdorf, 14 Jahre davon trug er als Geschäftsleiter die Verantwortung für die Untersuchungsbehörde, die nach seiner vorzeitigen Pensionierung 2004 in die Staatsanwaltschaft Winterthur übergegangen ist.

Fast getötet worden

Manch eine brenzlige Situation hat er in der Zeit seiner Tätigkeit als Bezirksanwalt erlebt. 1990 sei er nur mit viel Glück mit dem Leben davon gekommen, als ein Zeuge während einer Einvernahme mit einer geladenen Waffe erschien. Paul Prinz erzählt, wie dieser einen Angeschuldigten aus nächster Nähe mit fünf Schüssen erschoss. Sicherheitsvorkehrungen habe es zu dieser Zeit noch keine gegeben.

Aus seinen Erfahrungen als Strafrechtler schöpft Prinz auch für seinen Krimi. Rund 150 Seiten hat er bereits geschrieben. Wovon sein Buch aber genau handelt, darüber will er noch nichts verraten.

Nebst dem Schreiben nimmt auch sein zweites grosses Hobby viel Zeit in Anspruch: Seit seiner Pensionierung hat Paul Prinz rund 400 Oelbilder geschaffen, deshalb gleicht sein Haus eher einer Galerie. Rund 15 Mal hat er seine Gemälde an Ausstellungen gezeigt, einige davon konnte er auch verkaufen. Doch zuerst steht nun die Eglisauer Erzählnacht auf dem Programm. Paul Prinz nimmt seinen rund zehnminütigen Auftritt sehr ernst. Allerdings lässt er sich nicht auf Experimente ein, was das Thema seines Beitrags sein wird. Nur so viel verrät er: «Die Zuschauer könnten etwas Gänsehaut kriegen . . .»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch