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Eine Generation feiert Dorfjubiläum

Am Dienstag fand im Gemeindesaal Rafz der zweite öffentliche Gedankenaustausch über die Jubiläumsfeier 2020 statt. Gut 30 engagierte Rafzer kamen zusammen, um mit Gemeindepräsident Jürg Sigrist über das Konzept zu diskutieren.

Anlässlich des Rafzer Dorfjubiläums soll das Handwerk der Köhlerei wieder aufleben.
Anlässlich des Rafzer Dorfjubiläums soll das Handwerk der Köhlerei wieder aufleben.
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Im Jahre 870 wurde Rafz erstmals erwähnt, am 20. März um genau zu sein. König Ludwig der Deutsche vermachte die Siedlung in einer Schenkungsurkunde dem Kloster Rheinau, er erhoffte sich dadurch sein persönliches Seelenheil und das seiner Familie aufzubessern. In drei Jahren jährt sich dieses Datum nun zum 1150. Mal – und das wollen die Rafzer gehörig feiern.

Die letzte Feier fand im Jahr 1970 statt zum 1100-jährigen Jubiläum. Damals wurde das Fest hauptsächlich an einem Wochenende abgehalten und es gab einen grossen Festumzug. Für das Jahr 2020 allerdings schweben den Rafzern grössere Pläne vor. Nicht eine einzelne Feier wird es geben, sondern verschiedene Anlässe von März bis Oktober. Durch eine vielseitige Palette sollen alle Generationen und Interessen angesprochen werden und das Jubiläumsjahr in nachhaltiger Erinnerung bleiben.

Köhlerei, Kultur und Sport

Ein erstes Konzept wurde schon am 3. Mai dieses Jahres bei einem Gedankenaustausch erstellt. An der zweiten Jubiläumssitzung vom Dienstag 26. September wurden diese Vorschläge nun in einer dreissigköpfigen Runde diskutiert und Interessenten gesucht, die bereit wären, diese Ideen umzusetzen.

Gemeindepräsident Jürg Sigrist, der sich als Präsident des Organisationskomitees zur Verfügung stellt, präsentierte das vorläufige Konzept. So soll das Wochenende des 20. Märzes den Auftakt der Festivitäten bilden mit einem Apéro beim Ortsmuseum, einem Nachtessen mit Ansprachen und Unterhaltung in der Saalsporthalle sowie einem Kinderprogramm.

Am 1. Mai wird mit einem Jubiläumsrundgang der zweite Anlass stattfinden, an dem nicht eine Festwirtschaft, sondern die gemeinsame Bewegung im Vordergrund steht. Ein weiterer aktiver Event folgt mit dem Sportanlass im Juni. Als erste Ideen dafür schlug Sigrist ein familienfreundliches Dorfturnier vor, organisiert von den Sportvereinen der Gemeinde, sowie eine Disco mit Livemusik am Abend.

Bereits als Kind erlebt

Ein besonderer Event ist für den Juli geplant: für einen Monat soll das traditionelle Handwerk der Köhlerei wiederaufleben und eigene Holzkohle in einem Kohlenmeiler hergestellt werden. Auch ein Mittelaltermarkt, ein Brunch am 1. August mit einem prominenten Redner sowie jubiläumsspezifische Projekttage in der Schule wurden vorgeschlagen. Im Oktober wird das Jubiläumsjahr schliesslich mit einem Wochenende der Kultur enden.

Nach der Präsentation äusserten sich die Rafzer rege über das Konzept. Bei vielen war die Vorfreude auf dieses Jahr deutlich zu spüren. Forstwart Urs Amhof erinnert sich noch gut, wie er als kleiner Bub die 1100-Jahr-Feier besucht hat. Nun möchte er der nächsten Generation zurückgeben, was er als Kind erleben durfte: «Jede Generation hat so ein Dorffest zugute.»

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