Embrach

Eine Plattform­ für regionale Köstlichkeiten

«Us Liäbi zum Ässe» lautet das Konzept ­ von ­André ­Candeias und Santo Bagnato aus Embrach. ­ Am Gründonnerstag luden sie ein ins Teatro Di Capua ­ zum Abendessen.

Nach dem guten Start im Teatro Di Capua in Embrach suchen Santo Bagnato (Hut) und André Candeias nun ­weitere Lokalitäten im Unterland für ihr Projekt «Us Liäbi zum Ässe».

Nach dem guten Start im Teatro Di Capua in Embrach suchen Santo Bagnato (Hut) und André Candeias nun ­weitere Lokalitäten im Unterland für ihr Projekt «Us Liäbi zum Ässe». Bild: David ­Küenzi

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«Es gibt kein Restaurant, in dem man die Produkte aus der Umgebung essen kann», sagt André Candeias. Die meisten Gastrobetriebe würden ihre Lebensmittel von irgend­woher beziehen, ohne dass sie dabei heimische Produzenten berücksichtigen oder dar­auf achten, was gerade Saison hat. Deshalb ­hat der gebürtige Portu­giese zusammen mit seinem Freund und Nach­bar Santo Bagnato das Projekt «Us Liäbi zum Ässe» aus der Taufe gehoben. Einmal pro Monat wird hierfür das Teatro ­Di Capua in Embrach zum Restaurant umfunktioniert. Fleisch, ­Gemüse und Wein beziehen ­die beiden direkt bei den Bauernhöfen und Produktionsbetrieben im Embra­chertal. «Wir schauen dar­auf, was der Bauer gerade hat», so ­Santo Ba­gnato, «erst danach stellen wir das Menü zusammen.» Dieses wird nicht im Vor­aus ­bekannt gegeben. «Es ist etwa wie an einer Tavo­lata», erklärt der italienischstämmige Bagnato.

So gibt es am Gründonnerstag für 75 Franken Löwenzahnsalat mit marinierten Randen, Schweinebauch mit Gemüsebouillon, grilliertes Rindskotelett mit Kartoffeln und Stängelkohl sowie zum Dessert Crème Caramel mit kandierten ­Äpfeln. Für den dritten Koch­event im Teatro ­Di Capua an der Oberdorfstrasse in Embrach haben sich rund 60 Gäste angemeldet. So viele wie noch nie – entsprechend sind Santo Bagnato und André Candeias etwas nervös. Dabei hätten sie nicht einmal viel Werbung gemacht, sondern einfach ein paar Mails verschickt und auf Face­book dar­auf hingewiesen. Zur Verstärkung haben sie sich dieses Mal den Bündner Profikoch Patrick Waser in die Küche geholt, der die beiden mit ihrem Know-how unterstützt.

Produzenten überzeugt

An den Tischen im Teatro Di Capua unterhalten sich die Gäste ange­regt. Auch zahlreiche Produzenten aus der Region, die Gefallen finden am Konzept «Us ­Liäbi zum Ässe», sind darunter. «Ich finde es sehr spannend zu sehen, was sie aus unserem Fleisch machen», sagt Doris Pfister vom Bauernhof Im ­Rüedi in Freienstein-Teufen. Vom Ergebnis auf dem Teller zeigt sie sich so sehr überzeugt, dass sie ganz entgegen ihren Gewohnheiten auch den fettigen Teil des Schweinebauchs auf­isst. «Ihre Philosophie ist einfach genial», schwärmt sie.

Eigentlich hat André Can­deias Design und Marketing stu­diert. Jetzt aber kon­zen­triert er sich voll und ganz auf sein Projekt ­ «Us ­Liäbi zum Ässe». Sein Part­ner Santo Bagnato geht weiterhin ­seiner Arbeit als Leiter eines Tech­niker­teams nach und beschäftigt sich nebenberuflich mit seiner Leidenschaft, dem Kochen und Essen. Bis im Sommer wollen die beiden mit ihrem Projekt ­im Embra­chertal bleiben, danach möchten sie ihre Events auf ­ das gesamte Zürcher Unterland ausdehnen. Deshalb halten sie ­bereits heute Ausschau nach ­geeigneten Loka­litäten. ()

Erstellt: 27.03.2016, 14:24 Uhr

Umfrage

Zwei Embracher luden kürzlich zum Abendessen mit Gerichten aus regionalen Zutaten. Ist es Ihnen wichtig, Produkte aus dem Unterland zu konsumieren?

Nein. Es macht doch keinen Unterschied, ob der Apfel von hier oder aus dem Bernbiet ist.

 
13.6%

Ja. Nur so kann man Unterländer Produzenten unterstützen.

 
27.3%

Wenn ich die Möglichkeit habe, kaufe ich regionale Produkte. Ich suche aber nicht danach.

 
59.1%

44 Stimmen


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