Dielsdorf

Eine Sprechstunde für Menschen mit orthopädischen Problemen

Neu gibt es in der Adus Klinik eine Sprechstunde für Leute mit Beschwerden an den Gelenken. Facharzt Patrick Vavken hat sich auf Eingriffe an Schulter und Ellbogen spezialisiert.

Bis zu sieben Operationen führt Patrick Vavken pro Tag in der Adus Klinik in Dielsdorf aus.

Bis zu sieben Operationen führt Patrick Vavken pro Tag in der Adus Klinik in Dielsdorf aus. Bild: Sibylle Meier

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Ab November führt die Adus Klinik in Dielsdorf die sogenannte Sprechstunde ein. Das bedeutet, dass sich Leute mit Beschwerden am Bewegungsapparat in der Klinik untersuchen und behandeln lassen können. «Wir stehen aber auch mit Haus- und Kinderärzten in Verbindung und legen Wert auf eine lokale und regionale Vernetzung. Wir sehen uns nicht als Konkurrenz, sondern als zusätzliche Möglichkeit mit niederschwelliger Kontaktaufnahme», sagt Patrick Vavken, einer der orthopädischen Fachärzte.

Krankenkassen übernehmen die Kosten

Drei Operationssäle stehen dem Ärzteteam für Orthopädie zur Verfügung. Für jene Patienten die keine ambulante Behandlung wünschen oder bei denen eine solche nicht möglich ist, gibt es 20 Betten für einen Spitalaufenthalt mit allen Serviceleistungen. Die Kosten werden von den Krankenkasse gemäss Versicherungsstatus übernommen.

Als die Alphaclinic Ende letzten Jahres die Aktienmehrheit der Adus Klinik übernommen hatte, bot sich für Patrick Vavken die Gelegenheit, zusammen mit zwei Ärzten und einer Ärztin diese Klinik zu betreiben. Sie wird als öffentliches Spital mit Leistungsauftrag des Kantons geführt. «Statt weitere Zusatzausbildungen in Angriff zu nehmen, bin ich lieber Mitbesitzer eines Krankenhauses», sagt der 38-Jährige. «Die orthopädischen Behandlungsschwerpunkte unserer Klinik liegen sowohl beim Gelenkersatz als auch bei der arthroskopischen Orthopädie, der sogenannten Schlüssellochchirurgie. Das Team deckt ein breites Angebot inklusive Schmerztherapie ab.»

Patrick Vavken war mehrere Jahre als Oberarzt für Schulter- und Ellbogenchirurgie am Unispital Basel und am Uni-Kinderspital beider Basel tätig. Die Adus Klinik ist unter anderem mit der Behandlung von jungen und jugendlichen Sportlern mit Gelenkproblemen oder Überlastungsschäden beauftragt. Dafür ist der aus Österreich stammende Arzt ausgebildet. «Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen finde ich spannend», sagt er. Zum einen sei die Kommunikation einfacher, da spontaner, als mit erwachsenen Patienten. Zum anderen repariere er lieber als dass er ersetze. Der Gelenkersatz ist für Menschen in der Wachstumsphase nicht geeignet.

Hoher Anspruch an die Qualität

Obwohl es sich beim Einsetzen von zum Beispiel künstlichen Knie- oder Hüftgelenken um Routineeingriffe handelt, stehen die Wünsche der Patienten an erster Stelle. «Der Spielraum ist gross, damit die Leute nach einer Operation schnell wieder auf die Beine kommen. Wir suchen gemeinsam nach jener Lösung, die dem Betroffenen am besten hilft. Das funktioniert vor allem über die Qualität, an die wir höchste Ansprüche stellen.» Patrick Vavken hat sich zum Ziel gesetzt, effiziente Operationen zu vernünftigen Kosten anzubieten.

Mit insgesamt 60 Mitarbeitenden, die je zur Hälfte aus bisher Angestellten und neu Rekrutierten besteht, gehört die orthopädische Klinik in Dielsdorf gemäss Vavken zu den kleinen Betrieben und ist damit überschaubar. «Die kurzen Wege ermöglichen eine vereinfachte Kommunikation und optimierte Arbeitsabläufe.» Zufriedene und motivierte Mitarbeitende seien Teil der Qualitätsarbeit. Sogar Musik hören im OP-Saal ist erlaubt, wenn es für alle passt. Sie hätten viel Freiraum und könnte eigene Ideen auszuprobieren. «Wir schätzen selbstständig denkendes Personal, das sich für die Arbeitszusammenhänge interessiert.»

Tätigkeiten im Ausland sind immer noch aktuell

Patrick Vavken ist Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, für Sportmedizin und Schmerzmedizin. Er ist neben seiner Tätigkeit in der Schweiz auch in den USA aktiv. Am Boston Children’s Hospital/Harvard Medical School, behandelte er mehr als tausend junge Sportler. Zudem betreute er zum Beispiel auch die Sportler des Boston Marathon und jene von Swiss Ice Hockey.

Wenn er heute an einem einzigen Tag in der eigenen Klinik in Dielsdorf sieben Operationen vornimmt, die von ihm hoch angesetzte Qualität erreicht und trotzdem um 16 Uhr fertig ist, ist er sehr zufrieden mit seiner Arbeit. Er wohnt mit Frau und Tochter in Zürich und freut sich auf weiteren Nachwuchs, der Anfang nächsten Jahres zur Welt kommt.

Erstellt: 23.10.2018, 15:22 Uhr

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