Rümlang

Eine Stärkung des Standorts

Dorma+Kaba entsorgt Altlasten und investiert gleichzeitig in die Zukunft. Der Anbieter für Zutrittslösungen baut ein Produktionsgebäude um und nutzt es neu.

Die in die Jahre gekommene ehemalige Produktionshalle der Dorma+Kaba in Rümlang wird renoviert.

Die in die Jahre gekommene ehemalige Produktionshalle der Dorma+Kaba in Rümlang wird renoviert. Bild: Sibylle Meier

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Es klingt im ersten Moment wenig spektakulär: Ein Grossunternehmen renoviert eines seiner vielen Produktionsgebäude. Im Detail betrachtet versteckt sich hinter den 20 Millionen Franken, die Dorma+Kaba in Rümlang in den Umbau des lang gezogenen Gebäudes neben dem Hauptsitz investiert, aber einiges mehr an Information.

Genau so will es einer der weltweit grössten Anbieter für Zutrittslösungen auch verstanden wissen. «Wir schaffen mit der Renovation nicht nur mehr Platz für das Unternehmen, sondern wollen mit der Investition den Standort Rümlang bekräftigen», sagt Beat Malacarne.

Der frühere Finanzchef (CFO) der Kaba wirkt im neuen Unternehmen nach dem Zusammenschluss mit der deutschen Dorma, der seit dem 1. September 2015 offiziell vollzogen ist, jetzt als Chief Integration Officer. Er leitet die Zusammenführung der beiden Firmengruppen. «Die Renovation in Rümlang wurde bereits lange vor dem Zusammengehen geplant und ist nur eines von vielen Projekten, die in dieser Zeit im Unternehmen laufen», erläutert Mala­carne weiter.

Asbest muss entfernt werden

Der Umbau an der Hofwisenstrasse 20 erfolgt primär wegen des Gebäudezustandes. Die 1966 erbaute und 1985 erweiterte frühere Produktionshalle ist völlig veraltet. «Wände und Decken sind nicht isoliert, die technischen Installationen wie Heizung, sanitäre Anlage oder die Belüftung müssen dringend saniert werden», zählt Malacarne auf. «Dazu kommt, dass Teile der Dachkonstruktion und andere Bauelemente Asbest enthalten, das jetzt von Spezialisten entsorgt wird.» Die bisherigen Nutzer der Räumlichkeiten seien gesundheitlich aber zu keiner Zeit gefährdet gewesen, betont er.

Dorma+Kaba hatte den Grossteil des sanierungsbedürftigen Gebäudes bisher untervermietet (siehe Kasten). Das Firmensegment Kaba Safes & Vaults, das Tresore und Wertschutzräume herstellt, bleibt in den Räumlichkeiten. Ansonsten werden nach der Renovation administrative Bereiche den neu geschaffenen Platz beziehen. «Das Hauptgebäude platzt aus allen Nähten, wir mussten schon externe Räumlichkeiten in der Riedmatt mieten», sagt Malacarne.»

Energieoptimierte Sanierung

Der ganze Komplex wird energieoptimiert saniert, Wände, Fenster und Dach werden isoliert. Das neue Heizsystem soll nicht nur die renovierte Produktionshalle wärmen, sondern in Zukunft auch den Hauptsitz gleich nebenan. Beide Gebäude werden durch eine neu erstellte Passerelle verbunden. Die grosse Halle im ersten Stock des Produktionsgebäudes wird zu einem Bereich mit Büroeinheiten, sogenannten Cubicals, umgebaut. Diese können bei einem weiteren Bedarf an Arbeitsplätzen modular ausgebaut werden.

Erste Vorarbeiten im Produktionsgebäude laufen schon. Offiziell beginnt der Umbau im April, im Oktober 2017 sollen die neuen Räume bezugsbereit sein. Völlig neu entstehen wird ein Personalrestaurant im Erdgeschoss. Der Küchenchef von Dorma+Kaba in Wetzikon wird jetzt auch beim Aufbau der neuen Kantine behilflich sein.

Erstellt: 20.02.2016, 10:33 Uhr

Eigenbedarf

Untermieter müssen umziehen

Ein Grossteil des Produktionsgebäudes der Dorma+Kaba an der Hofwisenstrasse 20 in Rümlang war an Kleinunternehmen untervermietet. Diese mussten sich wegen des Eigenbedarfs des Sicherheitsunternehmens neue Räumlicheiten suchen. «Wir wurden von Dorma+Kaba schon lange vorher über die Umbaupläne informiert, es gab dann auch noch eine Fristerstreckung von zwei Jahren», sagt Thomas Buchwalder, Inhaber der gleichnamigen Metallbau- und Metallmöbelfirma. Er ist mit seinem Unternehmen bereits nach Kloten umgezogen. Auch zwei andere Betriebe sind schon nicht mehr vor Ort. Noch bis zum 13. März in Rümlang wirtet aber das Restaurant Valentino Pasta e Pizza noch in Rümlang. Am 17. März eröffnet der Gastrobetrieb mit Hauslieferdienst, der auch Filialen in Kloten, Dietikon und Ibach SZ betreibt, einen neuen Standort im Rägi-Märt in Regensdorf (im früheren Coop-Restaurant).

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