Swiss Space Museum

Einen Bubentraum vom Himmel geholt

Seit seinem neunten Lebensjahr ist der Regensdorfer Guido Schwarz vom Thema Raumfahrt und Weltraum fasziniert. Mit der Ausstellung «Liftoff to Space» in der Halle 1.2 der Messe Basel erfüllt sich für ihn ein Bubentraum.

Guido Schwarz,  Gründer Swiss Space Museum, in passender Begleitung in der Jules Vernes Bar in Zürich.

Guido Schwarz, Gründer Swiss Space Museum, in passender Begleitung in der Jules Vernes Bar in Zürich. Bild: Stephan Mark Stirnimann/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Mit einer multimedialen Show in der Urania Sternwarte in Zürich hat am Montagmorgen für den Watter Guido Schwarz der Countdown begonnen. Nicht für den Start einer Rakete, sondern für ihn als Projektleiter der Grossausstellung «Liftoff to Space - Raumfahrt Expo 2019» in Basel. 2011 gründete der ehemalige Journalist das Projekt «Swiss Space Museum» mit dem Ziel, in der Schweiz ein modernes und interaktives Erlebnismuseum über die Raumfahrt und den Weltraum zu schaffen.

Im April 2019 – also 50 Jahre nach der Apollo 11 Mondlandung – ist es soweit: Die über 13 000 Quadratmeter grosse Halle 1.2 der Messe Basel erwartet die Besucher während vier Monaten mit Raketenreplikas und Raumfahrtkapseln in Originalgrösse.

An interaktiven Posten soll das Interesse an der Weltraumforschung spielerisch geweckt werden. Themenbereiche wie «Wettlauf im All» oder «Gegenwart und Zukunft» bieten neben Informationen auf Basis von Arbeiten der Universitäten Basel, Bern und Zürich viele wissenschaftliche Inhalte. «Erstausgaben von Science Fiction Büchern, Computerpanels aus der Abschusszentrale der NASA oder ein von Hand gemaltes russisches Propagandabild zum Wettlauf mit den USA bereichern unsere Ausstellung», erklärte Guido Schwarz am Montag.

Grossmütter wecktenseine Begeisterung

Für seine Multimediale Show in der Urania Sternwarte wählte der Watter als stummen «Zeitzeugen» das altehrwürdige Carl Zeiss Linsenteleskop aus dem Jahre 1907. Besucher der Sternwarte können jeweils Freitag, Samstag und Sonntagabend durch diese «alte Dame» einen Blick ins Universum tun.

Angesprochen auf seine Begeisterung für den Weltraum und das Universum betonte Guido Schwarz die innige Verbundenheit zu seinen beiden Grossmüttern. Während bei der einen das Möbel der Nähmaschine kurzerhand zur Weltraumkapsel umfunktioniert wurde, führte ihn die andere als Neunjährigen in die Urania Sternwarte. «Das waren prägende Momente für mich», sagte der Gründer des Projekts «Swiss Space Museum».

Fast ein halbes Jahrhundert nach diesem «Spaziergang mit der Grossmutter» war es für ihn deshalb klar, den Countdown seiner eigenen Ausstellung just in der Urania Sternwarte zu starten, dort wo sich auch die Jules Vernes Bar befindet. Vielen ist der französische Schriftsteller Jules Vernes bekannt, als der Gründer von Science Fiction. Werke wie «In 80 Tagen um die Welt» oder «Von der Erde zum Mond» entstammen seiner Feder. Letzteres wurde 1865 veröffentlicht – also fast 100 Jahre vor der ersten Mondlandung.

«Alles, was ein Mensch sich vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen», soll der Autor gesagt haben. In diesem Sinne zeigte Schwarzs Medienkonferenz auf, dass das «Swiss Space Museum» durchaus in der Lage sein könnte, die Schweizer Museenlandschaft zu komplementieren – wenn auch erst in Form einer temporären Ausstellung an der Messe Basel.

Die Jugendfür die Zukunft begeistern

Während dieser viermonatigen Ausstellungszeit werden zwischen 200 000 und 250 000 Besucher erwartet, denn «Space Themen liegen im Trend», ist Schwarz überzeugt, und «das letzte Abenteuer der Menschheit, nämlich die Erforschung des Universums, regt die Fantasie aller Generationen an». Dafür, dass die heranwachsende Generation den Forscherdrang der Menschheit mit der damals wie heute spektakulären Mondlandung von 1969 weiterentwickeln kann, sorgt ein Bildungspartner namens Mint&Pepper.

Guido Schwarz konnte ihn für sein Museumsprojekt mit «an Bord» ziehen. An der Ausstellung und auch in «Kids Space Labs» nimmt das Mint&Pepper-Zweimannteam Kinder und Jugendliche auf Reisen des Erlebens, Lernens und Experimentierens mit. Vielleicht werden diese dann analog zum Zitat von Jules Vernes für die Menschheit eines Tages die Sterne vom Himmel holen.

Erstellt: 19.06.2018, 16:24 Uhr

Auch dieses Trümmerteil einer Rakete hat im Museem seinen Platz. (Bild: sms)

Infobox

www.swissspacemuseum.ch

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Werbung

Branchenbox

Die wöchentliche Seite in der Printausgabe des «Zürcher Unterländer». Ihre Kontaktangaben immer online abrufbar.

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.