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Einen Kindergarten gibt es gratis

Die Schulpflege präsentierte den Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung zwei Projekte für den Neubau von Kindergärten. Ob diese tatsächlich realisiert werden, entscheidet sich im März an der Urne. Die weiteren Geschäfte genehmigten die Anwesenden mit offensichtlichem Mehr.

Der Kindergarten Rüti soll für 4,2 Millionen Franken neu gebaut werden. Die Winkler entscheiden an der Urne über das Projekt.
Der Kindergarten Rüti soll für 4,2 Millionen Franken neu gebaut werden. Die Winkler entscheiden an der Urne über das Projekt.
Balz Murer

Gemeindepräsident Arnold Meyer begrüsste an der Winkler Gemeindeversammlung 125 Stimmberechtigte. Die Stimmbeteiligung lag demnach bei vier Prozent. Die Versammlung im Breitisaal begann bereits um 19 Uhr, statt wie üblich um 20 Uhr. «Wir fangen extra ein bisschen früher an, da wir viele Geschenke haben», sagte Meyer. Natürlich meinte er Geschäfte und nicht Geschenke. Aber auch den erfahrensten Gemeindepräsidenten darf mal ein Versprecher unterlaufen.Das erste Geschäft der Politischen Gemeinde war ein Kredit für die Durchführung einer Testplanung über das Gebiet des Dorfzentrums.

Dazu gehören Grundstücke der Gemeinde (Gemeindeverwaltung mit Parkplatz) sowie private Grundstücke, namentlich dasjenige der Landi Züri Unterland. Für den Gemeinderat steht der Erhalt der Einkaufsmöglichkeiten im Dorf an erster Stelle. Ebenso möchte er, dass das Dorfzentrum durchgehend ein qualitätsvolles Erscheinungsbild aufweist. Geplant ist ein Neubau für die bestehende Volg-Filiale und die Gesamtsanierung der Dorfstrasse.

Der Gemeinderat will nun anhand einer Tesplanung ein konkretes Zielbild für das Zentrumsgebiet erstellen. Dazu wird ein Kredit von 183 000 Franken benötigt. Einen Drittel der Kosten übernimmt die Landi Züri Unterland. Die Stimmberechtigten Winkler mussten also noch einen Kredit von 122 000 Franken, welchen die Politische Gemeinde zu tragen hat, genehmigen. Und das taten sie dann auch mit einem offensichtlichen Mehr.

Zwei neue Kindergärten

Die Primarschulgemeinde beriet ihrerseits zwei Geschäfte vor, über die das Volk im März an der Urne abstimmen wird. In beiden Fällen geht es um den Neubau eines Kindergartens.

Eine Analyse hat gezeigt, dass der bestehende Schulraum in Winkel bald nicht mehr ausreichen wird. Grund dafür sind bald notwendige Sanierungen und die grosse Bautätigkeit, welche höhere Schülerzahlen zur Folge haben wird. Deshalb ist nun geplant, den Kindergarten Rüti südlich der Heilpädagogischen Schule auf schuleigenem Land neu zu bauen. Dabei sollen zwei Kindergartenabteilungen und ein Hort entstehen. Der Neubau wird 4,2 Millionen Franken kosten. Sagt das Volk an der Urne Ja zum neuen Gebäude, ist der Baustart auf Mitte Jahr 2019 vorgesehen. Der Unterricht soll im August 2020 starten.

Das zweite Neubau-Projekt ist am Standort Tüfwis geplant. Der bestehende Zweifach-Kindergarten soll dort um eine weitere Einheit und einen Hort erweitert werden. Die Fertigstellung dieses Gebäudes ist auf Früjahr 2020 geplant. Es handelt sich dabei um ein kostenneutrales Projekt. Das heisst: Für die Gemeinde fallen keine Kosten an. Grund dafür ist ein Landabtausch mit der Anlagestiftung Turidomus.

Der Grund: Gestützt auf ein Entwicklungsleitbild, das die Turidomus in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Winkel erarbeitet hatte, wurden für den Perimeter der Gesamterneuerung der Siedlung Tüfwis Sonderbauvorschriften erlassen, in denen ein Landtausch mit der Primarschulgemeinde Winkel vereinbart wurde. Die Kosten von 4,8 Millionen Franken werden also nicht der Gemeinde belastet. Trotzdem muss an der Urne darüber abgestimmt werden, weil es sich um Ausgaben von über 1,5 Millionen Franken handelt. Dies schreibt die Gemeindeordnung so vor.

Beide Budgets angenommen

Sowohl die Politische Gemeinde als auch die Primarschulgemeinde präsentierten an der Gemeindeversammlung ihre Budgets für das Jahr 2018. Der Voranschlag der Politischen Gemeinde weist einen Aufwand von 17,9 Millionen Franken und einen Ertrag von 17,4 Millionen Franken auf. Im Vergleich zum Vorjahr liegt das budgetierte Defizit mit 497 000 Franken deutlich tiefer. Der Grund: Der Steuerertrag 2017 liegt deutlich über dem Budget 2017. Dementsprechend wurde der Steuerertrag 2018 deutlich höher budgetiert.

Die Nettoinvestitionen im Verwaltungsvermögen sind mit 5,1 Millionen Franken leicht höher als im Vorjahr und werden aus dem vorhandenen Vermögen finanziert. Marcel Nötzli, Finanzvorsteher, sagte: «Wir investieren nächstes Jahr vor allem in drei Strassen.» Dazu gehört die Sanierung des Buechenwegs, die Sanierung der Geerenstrasse und der Neubau der Altrebenstrasse.

Der Steuerfuss wird auf 26 Prozent festgesetzt und bleibt somit unverändert. «Somit haben wir weiterhin einer der tiefsten Steuerfüsse im ganzen Kanton», sagt Nötzli. Auch am Steuerfuss der Primarschulgemeinde ändert sich nichts. Er bleibt bei 31 Prozent. Zusammen mit der Sekundarschulgemeinde ergibt sich demnach ein Gesamtsteuerfuss von total 76 Prozent, ohne Kirchensteuer.

Der Aufwand der Primarschulgemeinde beträgt 8,1 Millionen Franken, der Ertrag 7,9 Millionen Franken. Daraus ergibt sich ein Defizit von 176 000 Franken. Präsident Mathias Brunner sagte: «Unser Ziel ist es, mit einer schwarzen Null abzuschliessen.»

Die Stimmberechtigten genehmigten beide Budgets mit einem grossen Mehr.

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