Bülach

Einfahrt Bülach-West entschärft

Die extrem kurze Autobahneinfahrt Bülach-West ist neuerdings um 160 Meter länger geworden. Mit dem Abschluss der Sanierung der Flughafenautobahn, wurde die heikle Einfahrt nun sicherer gemacht.

Unter der Brücke hindurch zieht sich der neue Beschleunigungsstreifen bei Bülach-West viel weiter und endet nicht in der Mauer. Dank schmalerer Mittelleitplanke gibts jetzt mehr Platz hier.

Unter der Brücke hindurch zieht sich der neue Beschleunigungsstreifen bei Bülach-West viel weiter und endet nicht in der Mauer. Dank schmalerer Mittelleitplanke gibts jetzt mehr Platz hier. Bild: Leo Wyden

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Fast schon entspannt, lässt sich seit wenigen Tagen die neue Autobahneinfahrt Bülach-West benutzen. Neuerdings haben Automobilisten auch an diesem Anschluss einen 300 Meter langen Beschleunigungsstreifen vor sich, wenn sie unter der Brücke bei der Kaserne in Richtung Flughafen einbiegen.

Nach einer längeren Bauphase sind diese Woche die Hauptarbeiten zur Sanierung der A51 beendet worden wie das kantonale Tiefbauamt mitteilt. Damit konnte auch die nächstgelegene Autobahnauffahrt von Höri, definitiv entschärft werden.

Bislang war die Einfahrt nur 140 Meter lang

Statt wie zuvor 140 Meter, hat man jetzt also mehr als doppelt so lange Zeit, bis der Beschleunigungsstreifen endet. Rechts erhebt sich zwar noch immer eine hohe graue Betonstützmauer, welche durch die zusätzlich angebrachten Lärmschutzpanelen, jetzt sogar noch bedrohlicher ins Blickfeld rückt.

Aber trotz allem schnellt der Puls der Autolenker nun nicht mehr so rasch hoch auf dieser Einfahrt, denn die neue Beschleunigungsspur hört nicht mehr unvermittelt vor der Brücke der Kasernenstrasse auf. Sie zieht sich jetzt der Wand entlang weiter – scheinbar nicht mehr enden wollend im Vergleich zu früher. Das gibt den Fahrzeuglenkern ausreichend Zeit, um bequem in den Verkehrsstrom einzufädeln. Denn von hinten nähern sich die Autos an dieser Stelle schon bald wieder mit 100 Sachen. Dass diese Einfahrt im Westen Bülachs längst nicht mehr den geltenden Vorschriften entsprach, war schon seit geraumer Zeit bekannt. Bereits vor acht Jahren, im Mai 2010, berichtete der «Zürcher Unterländer» über die viel zu kurze Einfahrt. Damals hatten sich gerade wieder Unfälle ereignet, was auch den Verantwortlichen des Kantons nicht entging. Allerdings wollte man gegenüber der Regionalpresse noch keinen Handlungsbedarf einräumen. Diese Haltung änderte sich jedoch in den Folgejahren, wie die gesammelten Regierungsratsbeschlüsse und Medienmitteilungen der Baudirektion nun zeigen. Im Zuge der Planung von ohnehin durchzuführenden Lärmschutzmassnahmen sowie Brücken- und Strassensanierungsarbeiten entlang der Flughafenautobahn taucht plötzlich auch das Thema «Erhöhung der Verkehrssicherheit» bei der viel zu kurzen Einfahrt Bülach-West auf.

Einst durchgehend beleuchtet – dafür ohne Pannenstreifen

Dass überhaupt so eine gefährliche Einfahrt existierte, hat auch mit dem Baujahr und dem Auftraggeber dieser Strassenverbindung zu tun. Die Flughafenautobahn wurde nämlich schon 1970/71, aber nicht als solche, sondern lediglich als Hochleistungsstrasse vom Kanton Zürich gebaut. Früher gabs zwar zwischen Kloten und Bülach durchgehend Beleuchtungsmasten, dafür fehlte bis zur jetzigen Sanierung etwa auch ein Pannenstreifen. Die Kandelaber sind wie auf vielen anderen Autobahnabschnitten – so auch am Brüttiseller Kreuz – schon länger weg.

Die entsprechende Norm, welche inzwischen auch für die A51 300 Meter lange Beschleunigungsstreifen vorgibt, stammt aus dem Jahr 1998. Bis anhin blieb diese Verbindung weitgehend unverändert, erst jetzt reagierte der Kanton und behob die Mängel der Vergangenheit. Dazu gehört nebst der Verlängerung der besagten Einfahrt auch die Markierung eines Mini-Pannenstreifens von 1,5 Metern Breite sowie der Bau einer neuen Kanalisation, die das gesamte Strassenabwasser auffängt und dereinst in spezielle Behandlungsanlagen leitet.

Für die nächsten 20 Jahre instand gestellt

Was sich erahnen lässt, wird nun vom kantonalen Tiefbauamt bestätigt: Die Hauptarbeiten auf der A51 zwischen Bülach und Kloten seien zu Beginn dieser Woche abgeschlossen worden, heisst es. Aktuell saniert das Bundesamt für Strassen (Astra) noch die Grundwasserwanne Lindengarten bei der Ausfahrt Flughafen/Fracht in Kloten. Diese Bauarbeiten werden in Fahrtrichtung Zürich noch bis Ende August 2018 zu Verkehrseinschränkungen führen. Ansonsten werden die rund 10 Kilometer zwischen dem Autobahnende in Bülach und dem Flughafen demnächst wieder mit Tempo 120 befahrbar sein.

Seit 2014 war die kantonale Autobahn A51 umfassend saniert worden. Mit Kosten von 186 Millionen Franken und einem durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommen von 41 000 Fahrzeugen ist diese Autobahnbaustelle das aktuell grösste und anspruchsvollste Instandsetzungsprojekt des kantonalen Tiefbauamts. Für die nächsten 20 Jahre sollten auf dieser Strecke nun keine Belags- oder andere Sanierungsarbeiten mehr nötig sein. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.06.2018, 18:41 Uhr

Der ZU berichtete bereits 2010 über die zu kurze Einfahrt, wie dieser Ausschnitt samt Bild zeigt. Die Einfahrtspur endete direkt vor der Brücke. (Bild: ZU)

Sanierung der A51 fast abgeschlossen

Was sich erahnen lässt, wird nun vom kantonalen Tiefbauamt bestätigt: Die Hauptarbeiten auf der A 51 zwischen Bülach und Kloten seien zu Beginn dieser Woche abgeschlossen worden, heisst es. Aktuell saniert das Bundesamt für Strassen noch die Grundwasserwanne Lindengarten bei der Ausfahrt Flughafen/Fracht in Kloten. Diese Bauarbeiten werden in Fahrtrichtung Zürich noch bis Ende August 2018 zu Verkehrseinschränkungen führen.

Ansonsten werden die rund 10 Kilometer zwischen dem Autobahnende in Bülach und dem Flughafen demnächst wieder mit Tempo 120 befahrbar sein. Seit 2014 war die kantonale Autobahn A 51 umfassend ­saniert worden. Mit Kosten von 186 Millionen Franken und einem durchschnittlichen täglichen Verkehrsaufkommen von 41 000 Fahrzeugen ist diese Autobahnbaustelle das aktuell grösste und anspruchsvollste Instandsetzungsprojekt des kantonalen Tiefbauamts. Für die nächsten 20 Jahre sollten auf dieser Strecke nun keine Belags- oder andere Sanierungsarbeiten mehr nötig sein.cwü

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