Steinmaur

Einheimische glänzen auf der Egg

Im Eliterennen des 58. Radquers von Steinmaur haben mit dem U-23-Schweizermeister Loris Rouiller, Simon Zahner und Lokalmatador Timon Rüegg drei Schweizer das Podest erreicht.

Die spätere Reihenfolge bei der Zieldurchfahrt zeigt sich bereits in dieser Kurve: Loris Rouiller vor Simon Zahner und Timon Rüegg.

Die spätere Reihenfolge bei der Zieldurchfahrt zeigt sich bereits in dieser Kurve: Loris Rouiller vor Simon Zahner und Timon Rüegg. Bild: Francisco Carrascosa

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Das Hauptrennen der Elite-Fahrer verlief bis zum Ziel der neun Runden spannend. Die Spitzengruppe von sieben Fahrern schrumpfte von Runde zu Runde, bis am Schluss nur noch vier Crossler vorne zusammen fuhren. Auf den verwinkelten letzten Metern durch den Wald auf der Egg vermochte der 19-jährige Loris Rouiller, der als der kommende Mann im Schweizer Radquer-Sport gilt, einige Meter Vorsprung herauszuholen und diese bis ins Ziel zu verteidigen. Der 19-jährige Lausanner kommentierte seinen ersten Sieg in einem internationalen Rennen der Elite-Kategorie hocherfreut: «Auf diesem Rundkurs hier in Steinmaur bin ich 2018 schon Schweizermeister der Junioren geworden. Dass ich mich nun auch auf Elite-Niveau durchsetzen konnte, ist natürlich super.»

Rouiller, der für das gleiche belgische Team wie der Holländer Mathieu van der Poel fährt, ist heuer hauptsächlich auf den Schweizer Querstrecken anzutreffen. Und das nicht nur, weil Anfang Februar die Weltmeisterschaften in Dübendorf stattfinden, wie er erklärt: «Am 28. Oktober fange ich die Spitzensport-Rekrutenschule an. Deshalb ist diese Quersaison für mich ein Übergangsjahr. Die Schweizer Fans sehen mich darum etwas mehr, mein belgisches Team etwas weniger.»

Timon Rüeggs furioses Finish

Die Fans am Streckenrand von Steinmaur hatten ihre Freude am angriffigen Loris Rouiller. Auf seine Gegner, allen voran auf Simon Zahner, traf das etwas weniger zu. Der Routinier fuhr zwar von Anfang an in der Spitze mit, musste sich jedoch am Schluss einmal mehr mit dem 2. Platz begnügen. «In Steinmaur kann ich einfach nicht gewinnen – jetzt bin ich hier schon zum vierten Mal Zweiter des Hauptrennens», rechnete er laut vor. Mit seinem 3. Rang hingegen vollauf zufrieden zeigte sich Timon Rüegg vom Gastgeberclub VC Steinmaur. «In der letzten Runde bin ich am Limit gefahren. Ich bin immer an vierter Stelle gelegen und musste ständig Lücken schliessen». An seinem Heimrennen wollte der amtierende Schweizer Meister aus Oberweningen jedoch unbedingt aufs Podest fahren. Darum holte er auf der ansteigenden Zielgeraden noch einmal alles aus sich heraus – und fuhr am Ende als Dritter über die Ziellinie. «Das war sicher der beste Sprint meiner Karriere, aber auch ein Effort, der mir alles abverlangte», kommentierte der Lokalmatador weit nach dem Rennen ausgepumpt, aber glücklich. «So lange habe ich noch nie, um mich nach einem Rennen zu erholen».

Dank Rüeggs Parforceleistung auf den letzten Metern zierten am Ende drei Schweizer das Podium des Hauptrennens. Das war mit Ausnahme der Jahre 2013 und 2018, als Steinmaur Schauplatz der Schweizermeisterschaften war, seit vielen Jahren nicht mehr der Fall. Fabian Lienhard und Mauro Schmid, die beiden weiteren Einheimischen im Hauptrennen, schlugen sich mit den Rängen 15 und 20 überaus achtbar.

Platz 2 für Noemi Rüegg

Bei den Frauen feierte die Bernerin Zina Barhoumi ebenfalls ihren ersten Sieg in einem internationalen Eliterennen. Nach sechs Runden lag sie eine halbe Minute vor der Lokalmatadorin Noemi Rüegg. Die 18-jährige Oberweningerin und jüngere Schwester Timon Rüeggs ist heuer nicht mehr bei den Juniorinnen startberechtigt, sondern muss als U-23-Fahrerin in der Elite-Kategorie der Frauen fahren. Mit ihrem 2. Rang im Heimrennen zeigte sich die Fahrerin des VC Steinmaur nicht nur deswegen zufrieden.

«Im September habe ich noch an der Strassenweltmeisterschaft in England teilgenommen», führte die Lokalmatadorin aus, «Steinmaur war in dieser Saison erst mein zweites Querrennen. Ich merke, dass ich die Umstellung noch nicht ganz geschafft habe.» Mit Rang 2 sei sie daher vollauf zufrieden.

Erstellt: 14.10.2019, 17:20 Uhr

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