Video-Serie «Chlini Iszyt»

Er sitzt seit 20 Jahren zwischen den «Bösen»

Jörg Müllers Arbeitsplatz liegt mittendrin. Der Speaker des EHC Klotens sitzt während der Spiele zwischen den beiden Strafbänken. Und wenn es rumpelt ringsum – er behält stets ruhig Blut.

Insgesamt 33 Jahre steht Jörg Müller schon im Dienste des EHC Kloten, seit 20 Jahren als Speaker.
Video: Michael Caplazi

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Seine Stimme kennt man als Unterländer Hockeyfan. Wer am Klotener Schluefweg schon einmal einen Eishockeymatch besucht hat, der wurde ziemlich sicher von ihm begrüsst und während des Spiels mit allen wichtigen Informationen versorgt. Er, das ist Jörg Müller, die Stadionstimme des EHC Kloten in der Swiss-Arena. «Das ist meine 20. Saison als Speaker», erzählt Müller im Gespräch mit dem ZU-Redaktor vor Ort.

Der langjährige Bassersdorfer Airline-Angestelle ist seit rund 10 Jahren pensioniert, aber für den EHC Kloten arbeitet er noch immer mit viel Herzblut weiter. Sein Arbeitsplatz im Stadion liegt direkt hinter der Plexiglasscheibe am Spielfeldrand, wo auf Höhe der Mittellinie der Punktrichtertisch steht. Ein privilegierter Platz, wo es Müller gut gefällt. «In anderen Stadien werden solche Plätze teuer verkauft.» Speziell daran: links und rechts davon befinden sich die sogenannten Kühlboxen. Es sind die Strafbanken der Heimmannschaft sowie auch der Gäste.

Mittendrin zu sitzen und ruhig zu bleiben sei «ein Spagat», räumt der gebürtige Seeländer ein. Insgesamt 33 Jahren steht er schon im Dienste des EHC Klotens, da sei es klar, dass er Fan der Zürcher Unterländer sei. Das soll allerdings am Mikrofon nicht zu fest durchschlagen. Immer ruhig und korrekt bleiben, heisst seine Devise. Auch aus Respekt vor dem Gegner wie Müller betont.

Rüffel gekriegt an der WM

Die Sprachregelungen waren nie so strikt wie an der Eishockey-WM 2009. Damals sass Müller gemeinsam mit dem Hallenstadion-Speaker des «Z», Giovanni Marti, in Kloten am Mikrofon. «Einmal gabs einen Rüffel», erinnert sich Müller. Nach einem Spiel habe er einen Falschen zum «Best-Player» gekürt. Mit seiner Entschuldigung überreichte er dem richtigen Spieler in der Kabine dann eine Schachtel Pralinés, die er am Flughafen selber besorgt hatte. «Das kam gut an, meine Entschuldigung wurde akzeptiert.»

Erstellt: 15.11.2018, 17:06 Uhr

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