Eglisau

Erinnerungen aus drei Jahrzehntenauf Leinwand verewigt

Die Galerie am Platz in Eglisau zeigt ab Sonntag, 20. Oktober, Landschaftsbilder und Stillleben von Andrea Muheim. Die Ausstellung «Erinnerungsstücke» ist ein Einblick in die langjährige künstlerische Tätigkeit der Zürcherin.

Das unübliche Zusammenspiel von Formen und Licht ist ein Markenzeichen der Zürcher Künstlerin.

Das unübliche Zusammenspiel von Formen und Licht ist ein Markenzeichen der Zürcher Künstlerin. Bild: PD

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Was bleibt von einem flüchtigen Moment erhalten? Wie verfestigt sich ein Augenblick in unseren Erinnerungen? Seit dreissig Jahren befasst sich Andrea Muheim mit Porträts, Landschaftsbildern und Stillleben. Ihre Motive sind oft unscheinbare Ereignisse in alltäglichen Situationen, die aber ihre Spuren in unserem Gedächtnis hinterlassen. Ab Sonntag, 20. Oktober, zeigt die Galerie am Platz in Eglisau unter dem Titel «Erinnerungsstücke» eine Auswahl von Bildern aus verschiedenen Schaffensperioden der Zürcher Künstlerin.

Erinnerungen an früher

«Andrea Muheim stand bei uns schon lange auf der Wunschliste», erklärt Verena Vogt, die die Ausstellung organisiert. «Nach einem Atelierbesuch haben wir uns zur Zusammenarbeit entschieden.» Seit rund zwei Jahren stellt die Galerie am Platz wieder Kunstwerke in ihren Räumlichkeiten aus. Dass mit Muheim ein weiterer bekannter Name nach Eglisau kommt, ist ein Erfolg für die Organisatoren.

«In ihrer langjährigen Tätigkeit hat Andrea Muheim sehr viele verschiedene Motive abgebildet. Wir wollen in Eglisau einen Querschnitt ihres Gesamtwerks zeigen», sagt Vogt. Die Ausstellung wirkt wie eine Zeitreise durch das Leben der Künstlerin. Nur ansatzweise lassen sich ihre Eindrücke aus Mexiko von 2006 in den groben Formen der Gemälde erkennen.

Die Schnittblumen aus ihren neuen Stillleben wirken dagegen fast fotorealistisch. Das älteste Gemälde, das in der Galerie am Platz ausgestellt wird, hat Muheim 1996 vollendet. Das neuste Bild entstand dieses Jahr. Neben den Bildern werden auch viele kleine Stickereien gezeigt, die Muheim gemacht hat, als ihr Sohn noch klein war – weil sie diese überall hin mitnehmen konnte.

«Die Leute haben grosse Freude daran – und ich auch.»Andrea Muheim

An der Vernissage wird Muheim von 11 bis 13 Uhr ein öffentliches Interview geben und im Anschluss für Fragen zur Verfügung stehen. Das Highlight der Ausstellung findet jedoch am 27. Oktober statt. Dann können sich Besucherinnen und Besucher von der Künstlerin in 30-minütigen Sitzungen in Öl verewigen lassen. Es ist ein glücklicher Zufall, dass die Porträts Muheim, passend zum Thema der Ausstellung, an alte Zeiten erinnern: «Früher habe ich sehr oft solche Porträts gemalt», erinnert sie sich. «Erst vor zwei Jahren habe ich wieder damit angefangen.»

Die 30-Minuten-Porträts sind eine spezielle Aktion für die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung, die eine Erinnerung mit nach Hause nehmen wollen. Mit 200 Franken sind die Porträts deutlich günstiger als Muheims andere Werke. Dennoch steckt viel Arbeit dahinter: «Heute ist es fast wie eine Übung für mich. Ich muss mich dabei wahnsinnig konzentrieren», sagt Muheim. Dennoch: «Die Leute haben grosse Freude daran – und ich auch.»

Erstellt: 16.10.2019, 20:19 Uhr

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