Bülach

Ersatzplätze retten den Nachwuchs

Der Fussballplatz Hof steht dem FC Bülach ab März 2019 nicht mehr zur Verfügung. Nun wurden zwei Spielwiesen saniert und zu Trainingsplätzen umfunktioniert. Die Kosten belaufen sich auf rund 92 000 Franken.

Die Wiese beim Schulhaus Halden in Bachenbülach dient neu als Trainingsplatz für den FC Bülach.

Die Wiese beim Schulhaus Halden in Bachenbülach dient neu als Trainingsplatz für den FC Bülach. Bild: Paco Carrascosa

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Auf dem Areal des Werkhofs in Bülach sollen bald zwei neue Gebäude errichtet werden. Dies hat Konsequenzen für die Junioren des FC Bülach. Bis anhin trainierten auf diesem Grundstück mehrere Nachwuchsmannschaften. Um den Trainings- und Spielbetrieb aufrechterhalten zu können, musste nun ein Ersatz für den Fussballplatz Hof gefunden werden.

Gemeinde und Primarschule beteiligen sich an den Kosten

Bei den Primarschulhäusern und auf den Grundstücken der Stadt Bülach gab es keine Möglichkeit, eine bestehende Spielwiese für den Fussball zu nutzen. Deshalb musste auf die Sekundarschule sowie auf die Kreisgemeinden ausgewichen werden. Dank dem Entgegenkommen der Sekundarschule Bülach (Wiese Hinterbirch) sowie der Primarschule Bachenbülach (Wiese Halden) konnte die Stadt eine Einigung bezüglich der Nutzung erzielen. Damit die beiden Spielwiesen dem intensiven Betrieb der Fussballtrainings standhalten können, mussten sie nun saniert werden.

Beim Platz Halden in Bachenbülach betragen die Kosten dafür rund 72 000 Franken. Die Primarschule Bachenbülach plante dort in den nächsten Jahren ohnehin Sanierungsarbeiten, weshalb sie sich mit 20 000 Franken beteiligt. Die Sanierung vonseiten der Schule war jedoch nicht in dieser Grösse vorgesehen, wie sie jetzt durchgeführt wurde. Daher übernimmt sie nicht die kompletten Kosten. An den Sanierungsarbeiten beteiligt sich auch die Gemeinde Bachenbülach mit 20 000 Franken.

Die Kosten beim Hinterbirch belaufen sich auf rund 20 000 Franken. Diese entstehen nur aufgrund der zusätzlichen Nutzung durch den FC Bülach, weshalb sich die Sekundarschule nicht an den Kosten beteiligt.

Jetzt wendete sich Gemeinderat Daniel Wülser (GLP) mit einer schriftlichen Anfrage an den Stadtrat. Aufgrund der Sanierungen rechnet er mit einer Budget-Kreditüberschreitung im Bereich Sportamt von rund 43 000 Franken und will wissen, wie der Stadtrat diese rechtfertigt. Daniel Ammann, Ressortvorsteher Bevölkerung und Sicherheit, antwortet: «Ohne einen Ersatzplatz wären rund 30 Prozent der Trainingskapazitäten des FC Bülach weggefallen. Dieser Bedarf hätte von den beiden Plätzen auf dem Erachfeld nicht aufgefangen werden können, da die maximale Nutzungsmöglichkeit von diesen bereits überschritten ist.»

Ohne Ersatzplätze müssten Teams gestrichen werden

Eine noch stärkere Beanspruchung des Naturrasenplatzes hätte in Kürze gravierende Narbenschäden, Kahlstellen und Löcher zur Folge gehabt. Und auf dem Kunstrasen würden bereits jetzt immer zwei bis drei Mannschaften gleichzeitig trainieren. «Eine weitere Unterteilung des Platzes für zusätzliche Mannschaften verschlechtert die Trainingsbedingungen. Ausserdem erfährt der Kunstrasen eine noch schnellere Abnutzung, als das bis heute schon der Fall ist», sagt Ammann weiter.

Ein ersatzloser Wegfall des Platzes Hof hätte zur Folge, dass bis zu acht Mannschaften wegfallen würden. Weiter müssten bei zwölf Teams die Trainings auf eine Einheit pro Woche reduziert werden. «Die aufgeführten Konsequenzen wären ein äusserst schmerzlicher Verlust für das Vereinsleben in Bülach – insbesondere für den Fussballclub – und hätten eine negative Signalwirkung für die Sportstadt Bülach.» Seit Jahren könne der FC Bülach aufgrund der fehlenden Infrastruktur der grossen Nachfrage nicht mehr nachkommen und müsse Kinder zurückweisen. Bereits heute wären fünf Normfussballfelder nötig, um alle Kinder aufnehmen zu können.

Die beiden Wiesen sollen voraussichtlich rund acht bis zehn Jahre als Trainingsplätze genutzt werden. Spätestens im Jahr 2030 wird mit einer Entlastung durch den Abschluss des Projektes Erachfeld in Bülach gerechnet. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.09.2018, 17:40 Uhr

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