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Es zeigen sich wieder weniger Steuersünder an

Die Flut der Selbstanzeigen hat 2019 abgenommen. Trotzdem nimmt der Kanton noch immer Millionen ein.

Nur wenige Steuerzahler nutzen die Möglichkeit der Selbstanzeige.
Nur wenige Steuerzahler nutzen die Möglichkeit der Selbstanzeige.
Keystone

Die Zahl der Selbstanzeigen von Steuersündern ist zum ersten Mal seit Jahren wieder zurückgegangen. 2350 Personen zeigten sich im vergangenen Jahr beim kantonalen Steueramt an. 2018 waren es noch 7250 gewesen. Die Möglichkeit der straflosen Selbstanzeige besteht seit zehn Jahren. Die Rekordwerte hatte das Steueramt in den vergangenen Jahren verzeichnet.

«In den Jahren 2015 und 2016 zeichnete sich ab, dass das Gesetz für den automatischen Informationsaustausch kommen wird», sagte Verena Gossmann, Leiterin Spezialdienste des kantonalen Steueramts, am Mittwoch vor den Medien. Dies sorgte für einen Schub: Steuersünder hatten Angst, beim Datenabgleich mit dem Ausland aufzufliegen - etwa mit einem nicht deklarierten Konto im Nachbarland. Seit 2017 ist der automatische Informationsaustausch in Kraft.

Nur 2,5 Prozent machen reinen Tisch

Wie hoch die zusätzlichen Steuereinnahmen aufgrund der Selbstanzeigen aus dem letzten Jahr sein werden, ist erst klar, wenn das Amt die Fälle behandelt hat. Jene, die sie 2019 verarbeitet hat, brachten Kanton und Gemeinden 70 Millionen Franken ein, dem Bund 17 Millionen.

Der Durchschnittsertrag pro Fall betrug 2019 rund 20’500 Franken für Kanton und Gemeinden. Im vergangenen Jahr gab es zudem acht Personen, die mehr als eine Million Franken nachzahlen mussten. Ausschlaggebend sind in der Regel Bankkonten oder Liegenschaften im Ausland.

In den zehn Jahren, seit die straflose Selbstanzeige möglich ist, gingen 25'600 Selbstanzeigen ein. Rund 2,5 Prozent aller Steuerpflichtigen im Kanton Zürich haben somit reinen Tisch gemacht. Kanton und Gemeinden haben dadurch in den letzten zehn Jahren 660 Millionen Franken Nachsteuern eingenommen.

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