Bülach

E-Welle flutete die Altstadt

Die weltweit grösste E-Mobil-Rallye machte auf ihrer Schweizerreise am Sonntag Halt in Bülach. Unter den Teilnehmenden ist auch das Ehepaar Balmer aus Niederglatt.

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World Advanced Vehicle Expedition – kurz WAVE – nennt sich die Tour mit Elektrofahrzeugen, welche noch bis am 22. Juni durch alle Schweizer Kantone führt. Es ist die zehnte Ausgabe der E-Mobil-Rallye. Mit dabei sind 64 Teams aus der Schweiz und dem nahen Ausland. Immer zu zweit fahren die Teilnehmenden in einem mit Strom betriebenen Auto, Velo, Motorrad oder anderen Fahrzeug. Der Start erfolgte am Freitag in Reinach (BL).

Gut die Hälfte der Teams fuhr am späten Sonntagnachmittag in der Bülacher Altstadt ein, welche eigens für den Etappenhalt gesperrt wurde. Gruppenleiter und Speaker Erich Camenisch begrüsste jedes einfahrende Team persönlich. «Das Ziel der WAVE ist, die Freude an der E-Mobilität weiterzugeben», erklärte er kurz bevor das erste Auto in die Altstadt einrollte.

Die E-Autos sollen erleb- und greifbar gemacht werden. Dazu gehört auch, dass die Bevölkerung an den Etappenstopps jeweils die Gelegenheit hat, die Gefährte zu betrachten und darin Platz zu nehmen. Eine weitere Absicht der WAVE sei, zu zeigen, dass es nicht nur Teslas gäbe, so Camenisch, der selber einen E-Renault fährt – «einen Volkstesla». Heute seien E-Fahrzeuge bereits ab 20000 Franken, Occasionen sogar ab 10000 Franken, erhältlich.

Zum vierten Mal dabei

Das Team der WAVE Switzerland setzt sich sowohl aus erfahrenen E-Automobilisten als auch aus neuen, noch wenig erfahrenen Fahrern zusammen. Die jüngsten Teilnehmer sind 19, die ältesten über 70 Jahre alt. Die Atmosphäre sei sehr familiär, erklärte Erich Camenisch. «Die WAVE funktioniert, weil jeder jedem hilft.» Wenn ein Neuling sich noch nicht mit allen Ladestation-Typen auskenne, sei ihm die Unterstützung durch ein anderes Team gewiss.

Dies kann auch Anita Balmer aus Niederglatt bestätigen: «Es herrscht ein ganz spezieller Spirit an der WAVE», schwärmte sie. Während sie zum zweiten Mal mit dabei ist, gehört ihr Mann Werner mit seiner vierten Teilnahme bereits zu den Routiniers. Das Ehepaar Balmer fährt mit einem elektrisch angetriebenen Nissan durch die Schweiz. Anita Balmer hat sich das Gefährt vor rund zwei Jahren angeschafft. Auf das geräuschlose, umweltfreundliche Fahren möchte sie nicht mehr verzichten. Die WAVE sei für sie eine Art Abenteuerferien. Man werde zwar müde, doch das leise Motorengeräusch habe auch eine beruhigende Wirkung. «Und wir lernen Ort der Schweiz kennen, die wir noch nie zuvor besucht haben», freut sie sich.

«Es herrscht ein ganz spezieller Spirit an der WAVE.»Anita Balmer, Niederglatt

Zum dritten Mal bei der WAVE fährt auch Stefan Marty-Wingård mit. Der Möbelschreiner, der in Bülach bei der Schreinerei Baltensperger tätig ist, fährt seit vielen Jahren ein Twike – ein dreirädriges E-Mobil. Das Fahrzeug ist Mitte der 80-er Jahre von ETH-Studenten entwickelt worden. Sein Modell kann bei Bedarf mit Pedalen unterstützt werden. «So habe ich auf dem Arbeitsweg gleich auch etwas Fitnesstraining», sagt Marty-Wingård.

In einer kurzen Begrüssung betonte der Bülacher Stadtrat Hanspeter Lienhart, dass E-Mobile die Fahrzeuge der Zukunft seien. Nun gelte es, den Spassfaktor einer Tour wie der WAVE auch in den Alltag zu übertragen. Erich Camenisch wiederum bedankte sich für den schönsten je erlebten Empfang an einem Etappenort.

Erstellt: 17.06.2019, 16:02 Uhr

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