Stadel

Ewige Baustelle sorgt für Ärger

Zu nass oder zu kalt: Die Vollsperrung an der Zürcher- und Kaiser­stuhler­strasse wurde auf nächstes Jahr verschoben. Eine Gewerbetreibende kritisiert die Kommunikation der kantonalen Baudirektion.

Das Einbahnregime in Stadel soll am Freitagabend, 16. November, aufgehoben werden. Bild: Paco Carrascosa/Keystone

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Gesperrte Strassen gehören in Sta­del schon fast zum Ortsbild: Seit über einem Jahr ist das kantonale Tiefbauamt mit der Sanierung der Zürcher- und Kaiserstuhlerstrasse beschäftigt. ­Ende Oktober hätte es zu einer Vollsperrung der Durchgangsstrasse kommen sollen. «Aufgrund der Schlechtwetterfront mit starkem Niederschlag, welche für das kommende Wochenende gemel­det wurde, wird der Einbau des Deckbelags abgesagt», steht in einer Mitteilung vom 25. Oktober auf der Website der Gemeinde Stadel. Der Einbau werde provisorisch um eine Woche verschoben.

Sieben Tag danach das­selbe, nur war diesmal nicht das nasse, sondern das kalte Wetter dafür verantwortlich, dass die Arbeiten nicht wie geplant durch­geführt werden konnten. Da die Kälte noch ein paar Monate anhal­ten dürfte, wurden die Arbei­ten gleich auf den nächsten Frühling verschoben. Nach dem Einbau des Deckbelags werde die Sanierung der Strasse dann abgeschlossen sein, heisst es von der Baudirektion.

Umsatzeinbussen seit August

Ursula Furrer, die an der Kaiserstuhlerstrasse ein Blumen­geschäft betreibt, hat grundsätzlich Verständnis für die Sanie­rungsarbeiten, doch kritisiert sie die Kommunikation des Kantons: «Meiner Meinung nach wurde nicht ausreichend früh mit­geteilt, dass die Vollsperrung nicht stattfindet.» Zwar stand es auf einer Tafel am Dorfeingang, «doch potenzielle Kunden, die nicht täglich dort lang fahren, wissen dann trotzdem nichts davon­», sagt Furrer.

Auch sei sie erst nach mehrmaligem Nach­haken von der Baudirektion über die Änderung informiert worden. Sie ist zudem wegen den Aus­wirkungen der Strassenbaustelle auf ihr Geschäft frustriert: «Seit dem Beginn im August ver­zeichne ich einen extremen Einbruch meines Umsatzes.» Des­wegen bedauert Furrer, dass Kunden den Weg zu ihr nicht gefun­den haben, obwohl die Strasse gar nicht gesperrt gewesen wäre.

Andere Gewerbetreibende an der Durchgangsstrasse, wie der Fachhandel für Autoradios oder das Restaurant Pöstli, sind gemäss eigenen Angaben weniger auf Laufkundschaft ange­wiesen. Deswegen seien ihre ­Geschäfte durch die Baustelle kaum beeinträchtigt worden.

Das Ende naht

Die Baudirektion kann die Kritik an ihrer Kommunikation nicht nachvollziehen: «Ob der Ein­bau des Deckbelags an einem Wochen­ende erfolgen kann oder nicht, kann erst entschieden werden, wenn die Wetterprognosen und die Temperaturen für das Wo­chen­ende konkret vorausgesagt werden können.»

Die Gewerbetreibenden seien beide Male am Donnerstag über die Verschiebungen ins Bild gesetzt ­worden – per E-Mail schriftlich oder via die Bauleitung mündlich. Im Stadler Dorfkern herrscht noch immer ein Einbahn­regime. Dieses soll gemäss der Baudirektion am Freitag, 16. November, aufgehoben werden. Dann kann der Verkehr wieder uneingeschränkt zirkulieren.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 08.11.2018, 21:08 Uhr

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