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Veraltete Aussenanlage am Schluefweg erfordert Rekordinvestitionen

Nun liegen die Pläne für den teilweisen Ersatz der Eissportanlagen am Schluefweg vor. Ein Neubau samt Einfassung des Ausseneisfeldes kommt die Stadt auf insgesamt fast 31 Millionen Franken zu stehen.

Geplantes Gebäude neben der SWISS Arena mit «vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten für Freizeit- und Sporbe- geisterte».
Geplantes Gebäude neben der SWISS Arena mit «vielseitigen Nutzungsmöglichkeiten für Freizeit- und Sporbe- geisterte».
Visualisierung, nightnurse images, Zürich

Die Eishockeysaison in Kloten ist schon längst beendet. Und dennoch dominieren in der Stadt die Eissportthemen: Da ist die drohende Verbannung des EHC-Pucks von einem Kreisel mitten im Ort, und nun liegt auch noch ein grosses Bauprojekt für eine zusätzliche «kleine Eishalle» vor.

Am Mittwoch hat der Stadtrat seine Pläne für einen umfangreichen Ersatzneubau anstelle des Ausseneisfeldes offengelegt. Dabei geht es um den Bereich, der 1982 auf Betonstützen vor das damals noch halboffene Eisstadion hingebaut wurde. Die Konstruktion befinde sich in einem «desolaten Zustand» gibt der Stadtrat zu bedenken. Die Bodenplatte sei gerissen, in der Tiefgarage tropft es und der Beton bröckelt bedrohlich. Daher soll nun investiert werden. Das ist insofern unbestritten, als die Stadtregierung schon seit Jahren den Sanierungsbedarf thematisiert hat.

Aktuelle Untersuchungen hätten nun gezeigt, dass die Sicherheit auf und unter dem Ausseneisfeld noch höchstens drei oder vier Jahre gewährleistet sei. Der Stadtrat strebt nun eine praktische Lösung an, die möglichst viele gute Nebeneffekte beinhalten soll. Dabei denken die Politiker nicht nur an den eigenen EHC, sondern auch an die Curler, Eiskunstläuferinnen, Freizeitsportler und Schulen. Der grosse Stadionkomplex, die Hauptspielstätte des EHC Kloten, bleibt indes weitgehend unangetastet. Davor soll aber ein komplett neuer Anbau aus Beton und Holz realisiert werden.

Entscheid fällt an der Urne

Die neue Zusatzhalle bräuchte weniger Kühlaufwand, es gäbe keine Spielabsagen mehr und somit eine bessere Auslastung. Obendrein entstünde eine Terrasse mit Platz für 3000 Personen. Dieser neue Aussenbereich würde auf dem gleichen Niveau angebaut, wo sich heute der bestehende Zuschauerumgang befindet. Erklärtes Ziel des Stadtrats ist primär die Optimierung der «energetischen und betrieblichen Kosten» sowie die Erfüllung aller neuen Vorschriften – etwa punkto Behindertengleichstellung, was man in nächster Zeit ohnehin hätte umsetzen müssen.

Und wenn man schon derart investieren müsse, so solle schliesslich der gesamte Betrieb vor Ort davon profitieren, betont die zuständige Stadträtin Regula Kaeser-Stöckli (Grüne). Selbstredend wird es auch mehr Garderoben, mehr WCs und neue Räume für Betreuer und technischen Unterhalt geben. Auch das Eisbahnrestaurant würde umplatziert, damit es besser zugänglich ist und ein Ganzjahresbetrieb möglich wird.

Die Gesamtkosten betragen 30,7 Millionen Franken. Davon sind 14,2 Millionen Franken als gebundene Ausgaben für den Realersatz des heutigen Ausseneisfeldes sowie für die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen in der SWISS Arena vermerkt. Über den Rest wird allerdings noch gestritten werden müssen. Als nächstes wird das Stadtparlament darüber befinden. Und letztlich wird es wohl noch im Herbst 2019 eine Urnenabstimmung dazu geben. Noch nie haben die Klotener über ein Projekt abgestimmt, das mehr gekostet hat.

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