Bülach

FC Bülach bangt um Ersatzplatz

Die Junioren des FC Bülach sollen ab Sommer auch auf dem Rasenplatz beim Schulhaus Hinterbirch trainieren können. Die Anwohner wehren sich dagegen. Das hat Konsequenzen für die Fussballer.

Auf dieser Wiese beim Schulhaus Hinterbirch sollen die FC-Junioren trainieren.

Auf dieser Wiese beim Schulhaus Hinterbirch sollen die FC-Junioren trainieren. Bild: Paco Carrascosa

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Der Fussballplatz auf dem Areal des Werkhofs steht dem FC Bülach nur noch bis im Sommer zur Verfügung. Als Ersatz soll unter anderem die Wiese beim Schulhaus Hinterbirch dienen. Für die Nutzungsänderung des Rasenplatzes ist eine Baubewilligung erforderlich. Diese ist seit kurzem publiziert. Noch läuft die 30-tägige Rekursfrist. Und es ist durchaus möglich, dass sich einige Anwohner zur Wehr setzen werden. Der Weg bis zum dringend benötigten Fussballplatz für Trainings und Spiele wäre dadurch sehr steinig.

Ein ersatzloser Wegfall des Platzes Hof hätte laut FC-Präsident Lucio Schiavi zur Folge, dass bis zu acht Mannschaften des Vereins wegfallen würden. Weiter müssten bei zwölf Teams die Trainings auf eine Einheit pro Woche reduziert werden. FDP-Stadtrat Daniel Ammann, zuständig für das Ressort Bevölkerung und Sicherheit, sagt: «Es ist das gute Recht der Anwohnerinnen und Anwohner zu rekurrieren. Und falls es zu Rekursen kommt, wird das kantonale Baurekursgericht darüber befinden.» Die Konsequenzen für den FC Bülach seien allerdings gravierend.

Gruppe begleitet Projekt

Bei einer Aussprache mit den Anwohnern Anfang April kam die Idee auf, die baurechtliche Bewilligung befristet zu erteilen. Dies würde ermöglichen, den Betrieb in engem Kontakt mit den Anwohnern zu beobachten und Erfahrungen zu sammeln. Nach Ablauf der zwei Jahre müsste wiederum ein Baugesuch eingereicht werden und die Anwohner wären erneut rekursberechtigt.

Der Ausschuss Bau und Infrastruktur, der die Baubewilligung sprach, machte nun aber eine andere Auflage: Es muss eine Betriebsbegleitgruppe gebildet werden, die bei Problemen rasch Massnahmen ergreifen kann. Die Gruppe soll sich unter anderem aus Mitgliedern des Stadtrats und des Fussballclubs sowie Anwohnern zusammensetzen. Ammann findet die Auflage sinnvoll: «Mit einer solchen Begleitgruppe ist den Anwohnern deutlich mehr geholfen, als mit einer zeitlichen Befristung der baurechtlichen Bewilligung.»

Mehrverkehr befürchtet

Die Anwohner befürchten, dass vor allem bei den Spielen nicht genügend Parkplätze vorhanden sein werden. Ammann entgegnet: «Aus baurechtlicher Sicht sind die 31 Parkplätze beim Schulhaus Hinterbirch durchaus genügend.» Deshalb sei auch nicht zu erwarten, dass es Auswirkungen auf die Parkplätze beim Bahnhof oder beim Spital geben werde. «Falls trotzdem zusätzliche Parkplätze gebraucht werden, gibt es hinter dem Schulhaus Lindenhof einen öffentlichen Parkplatz mit 70 Parkplätzen.» Dieser sei lediglich 350 Meter vom Rasenplatz Hinterbirch entfernt.

Erstellt: 03.05.2019, 17:56 Uhr

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