Bülach

Finanzierung für Unverpackt-Laden Bülach gesichert

Mit Crowdfunding haben Daniel und Andreas Fürst Kleinstinvestoren für ihr Projekt gesucht und gefunden. Ihr Unverpackt-Laden in Bülach kann voraussichtlich Ende Juni definitiv eröffnen.

Projekt in gute Kampagne verpackt: Daniel (links) und Andreas Fürst eröffnen Unverpackt-Laden in Bülach.

Projekt in gute Kampagne verpackt: Daniel (links) und Andreas Fürst eröffnen Unverpackt-Laden in Bülach. Bild: Photoproll

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Einen möglichst verpackungsfreien Laden für Lebensmittel und ausgewählte Non-Food-Produkte möchten die Brüder Daniel und Andreas Fürst in Bülach realisieren (Der ZU berichtete). Das finanzielle Startkapital dafür konnten sie sich innert kürzester Zeit über eine Crowdfunding-Plattform organisieren. «Wir sind massiv positiv überrascht», sagt Daniel Fürst auf Anfrage. Über 36 000 Franken sind zusammen gekommen.

Das sind 6000 Franken mehr als ursprünglich budgetiert. Kurzfristig versuchten die Brüder noch die 40 000 Franken-Grenze zu knacken, was dann aber nicht mehr gelang.276 sogenannte «Booster», also Förderer, haben das Geld mit durchschnittlich 130 Franken zusammengetragen. Über 60 Beiträge kamen von anonymen Spendern, die daher auch keine direkte Gegenleistung erhalten. Bei der «Schwarm-Finanzierung» geben Leute Fördergelder für ein Projekt und bekommen - wenn gewünscht – eine Gegenleistung, die von den Geldnehmern erbracht wird.

«In unserem Umfeld war dieser Weg schon ein wenig umstritten, vor allem bei der älteren Generation. Aber für uns war es super und auch eine gute Werbemöglichkeit», äusserst sich Daniel Fürst zu den gemachten Erfahrungen mit dem Crowdfunding.

Ein anderer Standortfür das Lokal

Die meisten Geldgeber sind Leute aus der Region, welche auch ihren Beitrag mit Gegenleistungen in Form von Einkaufsbehältern verknüpft haben. Somit ist damit zu rechnen, dass potenzielle Kundinnen und Kunden darunter sind. Das lassen auch diverse Kommentare vermuten, die auf der Crowdfundingplattform hinterlassen wurden. Über die Hälfte der Personen sind den Initianten unbekannt.

Grössere Beträge haben die Alternative Bank und der FC Züri Unterland zur Verfügung gestellt. Als «Goodie» hätte man unter anderem den Vollbart von Andreas Fürst umstylen können. Diese Gegenleistung war aber nicht gefragt. Andreas Fürst hat dies jetzt auf der Facebook-Seite zur Versteigerung ausgeschrieben und spendet den Erlös von rund 200 Franken an eine gemeinnützige Organisation.

Der Mietvertrag für das neue Ladenlokal ist mittlerweile schon unterschrieben. Entgegen dem Plan, das Geschäft in einem früheren Bioladen zu eröffnen, haben sich die Brüder Fürst für ein Lokal an der Schaffhauserserstrasse 53 entschieden. Zuerst war die Fläche zu gross ist. Aber jetzt hat der Vermieter diese in drei Einheiten unterteilt und so passt es.

Allerdings verzögert sich dadurch die Eröffnung, weil der ganze Innenausbau noch gemacht werden muss. Auch hier können die Jungunternehmer auf Schwarmhilfe zählen. Sämtliche Kollegen haben bereits ihre Mithilfe zugesichert. Einzig Sanitäranlagen und Elektrik werden den Profis überlassen. Zu den nächsten Schritten zählen jetzt Bewilligungen einholen und Ausbau planen. «Es gibt jetzt noch viel zu tun. Aber wir rechnen fest mit der Eröffnung möglichst noch Ende Juni» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 18.04.2017, 16:54 Uhr

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