Regensdorf

Flug 8105 der Wattair ist gelandet

Die turnenden Vereine Watts schickten am Freitag- und Samstagabend mehrere Hundert Passagiere mit Darbietungen rund ums Thema Fliegerei in den siebten Turnerhimmel.

Die Stewardessen gehen in den Sturzflug; doch die Damen der Damenriege landen am Ende sanft.

Die Stewardessen gehen in den Sturzflug; doch die Damen der Damenriege landen am Ende sanft. Bild: Beatrix Bächtold

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Es ist kurz nach Mitternacht, Freitagabend. Der Bühnenvorhang ist zu. Die meisten der Fluggäste lassen jetzt das Chränzliin der Cüplibar ausklingen. Nur noch wenige sitzen in der Mehrzweckhalle Pächterried und plaudern. Und während ein Servicewagen mit Mehlsuppe und Wienerli duftend die Runde macht, nimmt Adi Frei, Präsident des Turnvereins, einen Schluck Bier aus der Flasche. Seine Haltung strahlt aus: Da steht einer, derfix und fertig, aber zufrieden ist. «Die Vorbereitungen haben viel von uns allen gefordert. Doch der Abend hat unsere Erwartungen übertroffen und uns reich belohnt. Ausgebucht, nette Flug­gäste und eine Crew auf die wir uns verlassen können», schwärmt er und merkt wohl gar nicht, dass er seine Kapitäns­mütze immer noch auf dem Kopf trägt.

Glückliche Landung

Der Abend ist vorüber, und alle Akteure wissen, dass das, was sie geübt haben, auf den Punkt geklappt hat. Der Freitag- und Samstagabend, den Damen-, Frauen- und Männerriege sowie der Turnverein ihren Passagieren beschert haben, wird vielen unvergesslich sein. Noch lange wird man von den herzigen Kids des Eltern-Kind-Turnens und des Kinderturnens schwärmen. Auf Erinnerungsfotos wird der Primarschüler Marvin Klysz als leuchtender tanzender Security-Mann und seine jüngere Schwester Malya als hoch schwebender Flieger auf den Armen ihrer Mutter in die Familiengeschichte eingehen.

Wie vom Erdboden verschluckt sind die Mädchen vom Geräte­turnen 2. Vermutlich sind sie völlig ausgepowert und haben sich mit ihren Eltern längst auf den Nachhauseweg gemacht. Zu später Stunde hat ihre waghalsige Flugshow an den Ringen, bei welcher ihre Zehenspitzen beinahe die Bühnenbeleuchtung gestreift haben, das Publikum von den Stühlen, gerissen. «Zugabe, Zugabe!», schallte es durch die Mehrzweckhalle. Es dauerte einige Zeit, bis der Vorhand wieder aufging, der Song «Lila Wolken» ertönte und die Mädchen sich in ihren lilafarbenen Tüllröckchen erneut der Herausforderung stellten. Eine Zugabe wurde auch von den Damen der Frauenriege gefordert. Unter dem Titel «Airportfitness» legten sie gleich zweimal ein flottes fünfminütiges Zumba-Tänzchen aufs Parkett. «Ihre Kondition ist beachtlich», sagte Instruktorin Karin Fischer. Denkt man an das Chränzli 2018 zurück, so wird man sich auch gerne an die die Sketch-Gruppe erinnern, die das Thema Flug­reisen auf die Schippe nahm.

Präsident Adi Frei atmet auf.Er als Kapitän der Flugnummer «Wattair 8105» ist vor allem froh, dass alle wieder unfallfrei gelandet sind. «Keine Pannen», zieht er Bilanz und relativiert dann, «na ja. Ich verpasste mit der Präsidentin der Damenriege Debora Keller den Einsatz bei der Rock-’n’-Roll Nummer.» Und man sieht ihm an, dass ihn das schon ein bisschen wurmt.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 04.02.2018, 16:18 Uhr

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