Bezirk Dielsdorf

Förderband und Handy-Akku verursachen Millionenschäden

Vier Grossbrände prägten das Feuerwehrjahr im Bezirk Dielsdorf. Bei der Firma Eberhard brannte eine Recycling Anlage und in Regensdorf löste der Akku eines Mobil-tefones einen Grossbrand aus.

Der Akku eines Mobiltelefons löste am 7. September 2017 einen Grossbrand in einem Regensdorfer Mehrfamilienhaus aus.

Der Akku eines Mobiltelefons löste am 7. September 2017 einen Grossbrand in einem Regensdorfer Mehrfamilienhaus aus. Bild: Michael Caplazi

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Auf rund 20 000 Gebäude im Gesamtwert von rund 25,5 Milliarden Franken passen die Feuerwehren im Bezirk Dielsdorf auf. Vier davon forderten im letzten Jahr besondere Aufmerksamkeit, wie Statthalter Daniel Widmer am Freitagabend anlässlich der Delegiertenversammlung des Bezirkfeuerwehrverbands kundtat. So verursachten vier Grossereignisse im letzten Jahr je einen Sachschaden von über 100 000 Franken: Am 24. September stand in Niederhasli an der Nassenwilerstrasse ein grosses Bauernhaus in Brand.

Dasselbe Schicksal ereilte ein weiteres Bauernhaus in Stadel. Am 2. Mai wurde die Firma Eberhard in Rümlang Opfer des Feuerteufels. In der Recycling-Anlage geriet ein Förderband in Brand und löste einen Grosseinsatz der Löschkräfte aus. Der Akku eines Mobiltelefons löste am 7. September einen Grossbrand in einem Regensdorfer Mehrfamilienhaus aus. Neun Personen mussten wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung hospitalisiert werden. Insgesamt mussten die Feuerwehren im Bezirk Dielsdorf letztes Jahr 68 Mal wegen Bränden ausrücken.

68 Brände, 90 Elemantarschäden

Die Schadensumme beträgt gesamthaft rund 2,3 Millionen Franken. Pro Brandfall sind das im Durchschnitt rund 34 000 Franken. »Ohne die vier Grossereignisse würde die Summe pro Fall rund 6700 Franken betragen, was einem sehr tiefen Wert entspricht», sagt Widmer. Die Zahl sei vor allem darauf zurückzuführen, dass bei den Löscheinsätzen heute sehr wenige Kollateral-, sprich Wasserschäden entstünden.

Zu den 68 Bränden gesellten sich 2017 noch 90 Elementarschäden, die wie im Vorjahr einen Sachschaden von rund 200 000 Franken verursachten. «Hierbei gilt es allerdings zu beachten, dass die Wetterzüge lokal sehr begrenzt sind und es mit Glück und Pech zu tun hat, welche Region es gerade erwischt», erklärt der Statthalter. Der Bezirk Dielsdorf habe im innerkantonalen Vergleich bei den Elementarschäden Platz 8 von 12 belegt und sei damit der fünftgünstigste. Bei den Brandschäden ist Dielsdorf gar auf Platz neun.

Wie im Bezirk Bülach waren auch in Dielsdorf die Mehrheit der Brände, 26 an der Zahl, auf elektrische Defekte zurückzuführen. 21 Mal waren Blitzschläge die Ursache des Feuers. Ein Fall von Brandstiftung gab es 2017 nur einmal. Bei den Elementarschäden war der Sturm mit 76 Fällen die dominante Ursache. Sieben Mal wurden entweder Hagel- oder Hochwasserschäden gemeldet.

Erstellt: 26.01.2018, 17:24 Uhr

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