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Frau hatte zerstückeltes Schlangenfleisch im Koffer

Eine in der Schweiz lebende Kamerunerin hat Bushmeat aus Afika über die Grenze gebracht. Nun muss sie mit einem Strafverfahren rechnen.

Das sichergestellte Bushmeat.
Das sichergestellte Bushmeat.
EZV

Andere Länder, andere Essgewohnheiten – eine in der Schweiz wohnhafte Kamerunerin ist nach einem Besuch in der Heimat mit sogenanntem Bushmeat in die Schweiz zurückgekehrt. Bei der Zollkontrolle am Flughafen Zürich fanden Mitarbeitende der Eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) im Gepäck der Frau Schlangen- und Schuppentierfleisch, wie es in einer Mitteilung der EZV heisst. Das Bushmeat sei dem Grenztierarzt des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) übergeben worden.

Drohendes Strafverfahren

Analysen des BLV haben nun ergeben, dass es sich beim Bushmeat aus Afrika um Fleisch des Weissbauchschuppentiers und um Fleisch einer Gabunviper handelt – insgesamt rund 3,5 Kilogramm. Der Flughafen Zürich schreibt in einer Mitteilung: «Wer das Fleisch von wildlebenden Tieren in die Schweiz einführt, verstösst sowohl gegen seuchenpolizeiliche Vorschriften wie auch gegen Artenschutzbestimmungen.» Die Frau muss deshalb mit einem Strafverfahren rechnen.

Eingereist war die 26-jährige Frau bereits am 24. April - und zwar von Kamerun über Paris nach Zürich. Bei der Ankunft in Zürich wählte sie den grünen Durchgang und wurde dort von EZV-Mitarbeitenden kontrolliert. Bei der Befragung gab sie an, dass alles Fleisch aus Kamerun stamme und für den persönlichen Gebrauch gedacht sei. Zum Glück – die Frau arbeitet in der Schweiz nämlich in einer Fastfood-Kette.

Erhebliche Risiken für die Gesundheit

Der Kontakt mit und der Verzehr von Buschfleisch stellen eine ernste Gesundheitsgefahr dar: Auf Menschen übertragbare Krankheiten oder Tierseuchen können in die Schweiz eingeschleppt und auf Mensch und Tier übertragen werden.

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