Oberweningen

Frauen geben vor dem Wyberschiessen erste Schüsse ab

Am Vorschiessen für das 43. Wyberschiessen wurden am Freitag die ersten Ziele anvisiert.

Corinne Obrist aus Stadel erzielte 24 Punkte.

Corinne Obrist aus Stadel erzielte 24 Punkte. Bild: Leo Wyden

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Gespannte Ruhe herrschte im Schützenhaus beim Schiessplatz Wehntal in Oberweningen am Freitagabend. Vor kurzem hat Daniel Stucki mit seinem Aufruf «Gut Schuss, Feuer frei und Pamir auf» das Startsignal für das Vorschiessen des 43. Zürcher Unterländer Wyberschiessens gegeben. Der Präsident des Schiessvereins Schöfflisdorf gab damit das Feld frei für die Damen.

Von 18 bis 20 Uhr hatten diese Zeit, als lizenzierte Sportschützinnen oder als Anfängerinnen auf die A5-Scheibe zu zielen und ins Schwarze zu treffen. Der Unterschied zwischen den Kategorien: Während die «Profis» zuerst zwei Probeschüsse abgeben konnten, wurden bei den Amateurinnen nach der Auswertung die zwei schlechtesten Bewertungen abgezogen. Die Höchstpunktzahl bei sechs Wettkampfschüssen betrug 30 Punkte.

Yogalehrerin schwärmt vom Schiesssport

Den Finger am Abzug ihres Sturmgewehres 57 hielt Corinne Obrist aus Stadel. Für die Mutter zweier Kinder bedeutet der Schiesssport eine wertvolle Ergänzung zu ihrer Tätigkeit als Yogalehrerin. Ehemann Samuel, der für die Schiessgesellschaft Stadel schiesst, stand als Coach hinter seiner Frau, während diese die Scheibe anvisierte. «Beim Schiesssport lernt man, den Kopf vor der Schussabgabe ganz zu leeren», erklärte er, nachdem der achte Schuss durch das Schützenhaus gepeitscht war.

Von der maximalen Punktzahl von 30 erreichte die lizenzierte Sportschützin 24. «Da liegt durchaus noch Verbesserungspotenzial drin», sagte Corinne Obrist, die den Sport seit zwei Jahren ausübt. Bei den Sportschützen wird das Gewehr sozusagen zum verlängerten Arm. Und weil sowohl Corinne Obrist als auch ihr Mann schiessen, besitzt jeder von ihnen ein eigenes Sportgerät.

«Meistens nimmt mich mein Vater zu einem Anlass mit, da kann ich nicht gut Nein sagen.»Andrea Rau

Ebenfalls nur mässig zufrieden mit ihrem Abschneiden war eine andere Unterländerin. Mit 19 Punkten habe sie kein Glanzresultat hingelegt, erklärte Amateurin Andrea Rau zu ihren Schüssen. Die Dällikerin arbeitet als Malerin und schiesst schon seit über fünf Jahren mit dem Sturmgewehr 90. «Meistens nimmt mich mein Vater zu einem Anlass mit, da kann ich nicht gut Nein sagen», sagte sie schmunzelnd. Ihr mache es Spass, sich in diesem Einzelsport selbst messen zu können, so die 22-Jährige. Sie besuche durchschnittlich ein bis zwei Schiessanlässe im Jahr.

Am kommenden Wochenende am 43. Wyberschiessen dürfen alle Frauen ab Jahrgang 2006 und älter am Schiessprogramm teilnehmen. «Sie müssen aus den Bezirken Dielsdorf, Bülach, den angrenzenden Vereinen oder Gastvereinen stammen», erklärte Präsident Daniel Stucki die Teilnahmebedingungen. Wer noch nie mit einer Waffe geschossen hat, bekommt von einem der anwesenden Betreuer eine persönliche Einführung.

Das 43. Unterländer Wyberschiessen findet am Samstag, 17. August, von 13.30 bis 17 Uhr sowie am Sonntag, 18. August, von 8.30 bis 11 Uhr statt. Am Sonntag wird zudem um 10.30 Uhr zum Apéro für alle geladen.

Erstellt: 11.08.2019, 19:14 Uhr

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