Weiach/Winterthur

Freestyle-Schule als Unterricht

Seit acht Jahren bietet die Zürcher Schtifti Foundation Sportworkshops für Schulen an. Am Dienstag haben drei Klassen aus Weiach das Angebot der «Action-Halle» in Winterthur angetestet.

In der «Action-Halle» in Winterthur werden seit acht Jahren sportliche Workshops für Schulen angeboten.

In der «Action-Halle» in Winterthur werden seit acht Jahren sportliche Workshops für Schulen angeboten. Bild: Eduard Meltzer

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Die Action-Halle, die auf zwei Etagen vom Skatepark über den Pumptrack, Fitnessgeräte, Kunstrasen und Parkour-Bereich, bis hin zum Trampolinpark alles bietet, was Sportlerherzen höherschlagen lässt, verfehlt die gewünschte Wirkung nicht. Die Kinder sind bereits Feuer und Flamme und freuen sich sichtlich, auf den sportlichen Vormittag. Eine Schulklasse aus Weiach und zwei aus Winterthur sind zu Besuch. Eine Umfrage zu Beginn zeigt, dass sich der Park bei den jungen Gästen bereits einer hohen Bekanntheit erfreut. Denn viele der Schüler waren bereits einmal in ihrer Freizeit hier.

Drei Sportarten zur Wahl

Nach einer kurzen Begrüssung, während derer die Kinder und Jugendlichen auch eine Flasche Wasser erhalten und zugleich auf die Wichtigkeit des Recyclings aufmerksam gemacht werden, stellen sich die Leiter des Workshops vor. Sie arbeiten für das Programm «Gorilla» der Schtifti Foundation, das bereits seit acht Jahren Workshops an Schulen anbietet. Im Zentrum stehen dabei Bewegung, gesunde Ernährung, sowie nachhaltiger Konsum.

Nun haben die Schüler die Qual der Wahl. Sie müssen sich für einen der Profis und damit auch zwischen den Sportarten Skaten, Capoeira, Freestylefootball, und Breakdance entscheiden. Die Entscheidung fällt den meisten jedoch leicht und schnell verteilen sich die zwei Sekundarschulklassen, sowie die 5. Primarklasse aus Weiach auf dem rund 6000 Quadratmeter grossen Areal. Doch nicht alle tun sich mit der Wahl so einfach. «Es ist ein bisschen schade», so ein Schüler aus der Primarklasse, «dass man sich für eine Sportart entscheiden muss und man nicht alles ausprobieren kann.»

«Es ist ein bisschen schade, dass man sich für eine Sportart entscheiden muss und man nicht alles ausprobieren kann.» Schüler

Zu Beginn werden erst einmal die Basics gezeigt. Etwa wie man richtig auf ein Rollbrett steht, oder was die Grundschritte im Capoeira sind. Einige machen das zum ersten Mal. Doch es scheint den Kindern Spass zu machen. Nach anfänglicher Scheu, sei es aus Angst vor Stürzen vom Skateboard oder aus Scham, sich vor den Mitschülern beim Breakdancen zu blamieren, tauen die Kinder nach einer Stunde langsam auf. Sie trauen sich mehr zu, die Bewegungen sehen natürlicher, manchmal schon geübt aus. Pünktlich um zehn Uhr gibt es eine Pause.

Die Schüler werden mit einem reichhaltigen Müesli-Buffet für ihren ersten Einsatz belohnt. Von Früchten über diverse Arten von Cerealien bis hin zu verschiedenen Sorten Milch und Joghurt bietet das Büffet alles. Doch bevor sich die jungen Sportler bedienen, erzählt Ihnen Jojo Linder, Leiter des Workshops, noch einiges über Ernährung. Er erklärt den Kindern, warum es wichtig ist, Vitamine zu sich zu nehmen und was der Unterschied zwischen tierischen und pflanzlichen Fetten ist.

Mehr lernen als im Unterricht

Alexander Claus, Lehrer der Sekundarschule St. Georgien in Winterthur, ist zufrieden: «Vermutlich lernen die Kinder hier mehr über Gesundheit als in vier Lektionen Schulunterricht».

Nach der Pause geht es gestärkt in die zweite Hälfte des Vormittags, in der nun angewendet wird, was zuvor gelernt wurde. Die Kinder, die anfangs noch unsicher auf den Skateboards einige Meter fuhren, getrauen sich jetzt sogar auf die hohen Rampen. Auch Linder bemerkt den Fortschritt: «Ihr könnt jeden Tag einen solchen Fortschritt machen, wenn ihr genug ehrgeizig seid!», ermuntert er die Schüler zum Abschluss. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 07.12.2018, 15:40 Uhr

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