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Freiheitsstrafe von zehn Jahren nach Kopfschuss im Drogenmilieu

Der Beschuldigte wollte sich vor Gericht nicht mehr daran erinnern, wie und weshalb er auf das Opfer geschossen hatte. Dieses wird zeitlebens unter den Folgen zu leiden haben.

Das Bezirksgericht Bülach musste über ein folgenschweres Delikt im Drogenmilieu urteilen.
Das Bezirksgericht Bülach musste über ein folgenschweres Delikt im Drogenmilieu urteilen.
Sibylle Meier

Die aus seiner Pistole abgefeuerte Kugel traf das Opfer derart, dass der Mann auf einem Auge für immer blind sein wird. Wie das geschehen konnte? Daran mochte sich der Beschuldigte nicht mehr erinnern, sagte einzig immer wieder: «Ich war ein Zombie, völlig betäubt von sechs Gramm Kokain und sechs verschiedenen Medikamenten.» Dieser Cocktail aus Drogen, Betäubungs-, Schlaf- und Aufputschmitteln habe bei ihm zu Halluzinationen und grosser Angst geführt: «Deshalb griff ich zur Waffe.» Der fatale Schuss müsse sich von selbst gelöst haben, beteuerte der 47-jährige Mazedonier dem Bülacher Gericht. Das Projektil durchbohrte den Oberarm des Opfers, drang bei der rechten Kieferhöhle in den Kopf ein und zerstörte das linke Auge des Mannes. «Er wird für den Rest seines Lebens gezeichnet sein», sagte der Staatsanwalt. Er forderte einen Freiheitsstrafe von zwölf Jahren wegen versuchter vorsätzlicher Tötung.

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