FDP

Freisinniges-Duo bleibt im Kantonsparlament

Trotz schlechtem kantonalen Resultat schaffen es die Liberalen im Bezirk Dielsdorf ihre beiden Sitze zu verteidigen.

Barbara Franzen und Christian Müller wurden erneut in den Kantonsrat gewählt.

Barbara Franzen und Christian Müller wurden erneut in den Kantonsrat gewählt. Bild: Leo Wyden

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Die Erleichterung war Barbara Franzen, FDP-Kantonsrätin und Präsidentin der Bezirkspartei, anzumerken. Bis zum Eintreffen der definitiven Resultate war gestern nicht sicher, ob die FDP im Bezirk Dielsdorf den zweiten, vor vier Jahren eroberten Sitz im Kantonsrat halten kann. Es gelang ihnen mit einem Wähleranteil von 13 Prozent (-0,7 Prozentpunkte). Franzen erreichte 2880 Stimmen und sicherte sich damit ihre zweite Legislatur im Parlament. Christian Müller tat es ihr gleich. Er holte 2751 Stimmen.

Ein ebenfalls gutes Resultat erzielte Susanne Mehr. Von Listenplatz 4 aus holte sie immerhin 2007 Stimmen und überholte damit Daniel Kristiandl, Präsident der Jungfreisinnigen des Zürcher Unterlands. Für den Einzug ins Parlament reichte es Mehr aber nicht.

Früh morgens am Bahnhof

«Ich bin ausgesprochen glücklich, dass Christian Müller und ich die Wiederwahl geschafft haben», sagt Barbara Franzen. Das gute Ergebnis zeige, dass sie und Müller in den kommunalen Exekutiven gut vernetzt seien. «Ausserdem haben wir den Wahlkampf schon sehr früh begonnen und standen auch noch am letzten Tag vor den Wahlen morgens um sechs Uhr am Bahnhof, um Wähler zu mobilisieren.»

Der Erfolge der grünen Parteien kommt für Franzen nicht überraschend. «Die Menschen beschäftigen die Umweltthemen und das gibt den Grünen und der GLP Aufwind.» Franzen betont aber, dass auch ihr die Umwelt am Herzen liege und sie auch schon entsprechende Vorstösse im Rat gemacht habe.

Feier in kleinem Rahmen

Nachdenklich stimmt die Präsidentin der Bezirkspartei das schlechte Abschneiden der FDP auf kantonaler Ebene. «Die Situation ist ausgesprochen schwierig und ich bedaure, dass einige Parteikollegen die Wiederwahl verpasst haben.» In diesem Sinne habe sie ein lachendes und eine weinendes Auge. Ihren persönlichen Wahlsieg feierte sie gestern deshalb im kleinen Rahmen mit ihrer Familie.

Zittern bis am Ende

So tat es auch Christian Müller. Er feierte seine Wiederwahl zunächst mit seinem Wahlkampfteam und dann beim Abendessen mit der Familie. Für ihn war erst bei Vorliegen der definitiven Resultate klar, dass er weitere vier Jahre im Rat anhängen darf. «Es ist schön, dass die Wähler unsere bisherige Arbeit im Parlament honoriert haben», sagt er. Vom Erfolg der grünen Parteien will er sich nicht beeinflussen lassen: «Ich stehe zum Umweltschutz, setze aber weiter auf Eigenverantwortung.» Man müsse das Ganze im Auge behalten. Das einseitige Fördern oder Verbieten einzelner Energieträger sei nicht der richtige Weg.

Die Niederlage der FDP auf kantonaler Ebene schmerzt auch Müller. «Ich habe nicht damit gerechnet. Ich bin eher von einem stabilen Resultat ausgegangen», sagt er.

Erstellt: 24.03.2019, 23:01 Uhr

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