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«Für mich war der Holocaust Normalität – das war das Schlimmste daran»

Yitzchak Mayer fand im Jahr 1943 als jüdisches Kind in Eglisau Zuflucht vor dem Naziregime. Der «ZU» hat anlässlich des Holocaust-Gedenktags mit ihm gesprochen.

Yitzchak Mayer mit seinem Buch «La lettre muette» (deutsch: «Der stumme Brief»).
Yitzchak Mayer mit seinem Buch «La lettre muette» (deutsch: «Der stumme Brief»).
Olivier Vogelsang

Herr Mayer, wie geht es Ihnen heute?

Ich lebe mit meiner Frau, mit der ich seit 63 Jahren verheiratet bin, mit meinen Kindern und Enkeln in Kokhav Yair, einem Städtchen in Israel. Ich schreibe und publiziere viel, aktuell arbeite ich an einem Gedichtband. Am ehesten könnte man sagen, dass ich an einer Architektur der Erinnerung arbeite – denn Erinnerungen werden erbaut, erschaffen. Und ich bin sehr stark mit politischen Fragen beschäftigt. Mit Aspekten der Welt bin ich sehr unglücklich, trage aber die Hoffnung, dass die Welt ein besserer Ort wird.

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