Glattfelden

Gasthaus zum Löwen unter neuer Führung

Seit Mitte März führt Rajkumar Senathirajah als neuer Pächter das Gasthaus zum Löwen. Der gebürtige Tamile ist gelernter Koch und setzt auf gutbürgerliche Schweizer Küche. Ideen für Gerichte aus der Heimat sind aber auch vorhanden.

Rajkumar Senathirajah ist der neue Pächter im Löwen Glattfelden.

Rajkumar Senathirajah ist der neue Pächter im Löwen Glattfelden. Bild: rh

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Ende Jahr verliess das langjährige Pächterpaar Stefan und Marco Thommen Dirollo das Traditionslokal, das im Besitz der Gemeinde Glattfelden steht. Umso mehr freut sich die einheimische Bevölkerung, dass seit Mitte März wieder Leben im «Löwen» eingekehrt ist. Neuer Pächter ist Rajkumar Senathirajah. Der 45-jährige gebürtige Tamile lebt seit 30 Jahren in der Schweiz, hat sich vom Tellerwäscher über den Hilfskoch bis zum Küchenchef hochgearbeitet. Mit seiner Familie wohnt er in Bülach.

«Unsere drei Kinder sind noch schulpflichtig und haben all ihre Kollegen in Bülach. Deshalb kommt ein Umzug nach Glattfelden für uns momentan nicht in Frage.»Ausschlaggebend für die Pachtübernahme sei für Senathirajah, der bis Ende Februar das Restaurant Traube in Oberhasli geführt hat, das traditionsreiche alte Gebäude an bester Lage gewesen. «Mit den insgesamt elf Tischen in der Gaststube ist das Lokal übersichtlich, und der Service kann effizient erfolgen.»

Cordon Bleu trifft auf tamilischen Eintopf

Als weiteren Vorteil zählt der neue Pächter die Terrasse mit ihrem Baumbestand und der schönen Aussicht auf. Der Saal im Obergeschoss stehe für diverse Anlässe auf Anfrage zur Verfügung, allerdings ohne Essensangebote, da die Kapazität der Küche zu klein sei. Ihm zur Seite stehen ein weiterer Koch sowie zwei Servicemitarbeiterinnen.

Angeboten wird eine gutbürgerliche Schweizer Küche. Als Spezialität seien vor allem die Cordon Bleus mit verschiedenen Füllungen bei den Gästen beliebt. «Ich bin nonstop am Fleisch klopfen», sagt der neue Pächter lachend. Auf der Speisekarte stehen jeweils zusätzlich zur Karte zwei Tagesmenüs zu fairen Preisen.

Immer wieder habe er Anfragen zu asiatischen Menüs bekommen. Nun denkt Senathirajah darüber nach, eines seiner Lieblingsgerichte aus der Heimat auf die Speisekarte zu setzen. «Kothin Parotta, ein Eintopf aus Rührei, geschnittenem Fladenbrot und Lammcurry, schmeckt wunderbar und kann in verschiedenen Schärfegraden zubereitet werden.» In Kürze wird er seine Gäste auch mit speziellen Süssigkeiten nach indischem Rezept verwöhnen. Nicht fehlen dürfen einheimische Weine von Weinbauer Andy Maag sowie Bier der Glattfelder Brauerei.

Dem fröhlichen und temperamentvollen Gastgeber sind alle Gäste, auch die Vereine, willkommen. Für die Kleinen gibt es spezielle Kindermenüs. Auch an Traditionen wird festgehalten. So findet einmal pro Monat eine Stubete statt, und im September ist ein Bierfest im Saal geplant.

«Ideen habe ich noch viele. Zudem bin ich sehr glücklich, dass es hier so gut angelaufen ist», betont Senathirajah und verrät im gleichen Atemzug, dass er die Liebe zum Kochen nicht etwa von seiner Mama mitbekommen habe, sondern erst durch einen ehemaligen Küchenchef. «Von ihm habe ich viel gelernt.»

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 07.04.2017, 15:08 Uhr

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