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Funkenbildung in einem Swiss-Triebwerk

Die A220-Flotte der Swiss hatte in der Vergangenheit immer wieder Pannen. Vorgestern haben sich in einem Triebwerk Funken gebildet.

Um diesen Flugzeug-Typ dreht sich die Diskussion: Der Bombardier C-Series C300 (A220-300).

Um diesen Flugzeug-Typ dreht sich die Diskussion: Der Bombardier C-Series C300 (A220-300). Bild: Keystone

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Am Montag musste ein Swiss-Flug nach London wegen eines Triebwerkproblems kurz nach dem Start nach Genf zurückkehren. Laut einem Leser-Reporter von «20min.ch» gab es einen lauten Knall und aus einem Triebwerk sprühten Funken. Bei der Maschine handelte es sich um eine A220-300.

Schon Ende Juli sorgte ein defektes Triebwerk für Probleme mit diesem Flugzeugtyp. Damals verlor eine Swiss-Maschine in der Luft Teile und musste in Paris ausserplanmässig landen.

«Sämtliche Flugzeuge unserer Flotte entsprechen den strengen Vorgaben von Herstellern und Behörden, und wir halten alle Vorschriften jederzeit ein. Die ganze Flotte wurde daraufhin im Rahmen der regulären Checks überprüft.»Karin Müller, Mediensprecherin Swiss

Defekte beim Airbus A220 sind offenbar keine Seltenheit. In Nordamerika unterhält die Delta Airlines eine Flotte dieses Typs. Wie ein Bericht der US-Luftfahrtbehörde (FAA) zeigt, sollen die Triebwerke des US-Herstellers Pratt & Whitney (PW) für eine Reihe von Zwischenfällen verantwortlich sein. Die Behörde schlägt vor, dass mehrere Modelle – darunter auch der A220 – im Detail auf ihre Lufttüchtigkeit hin überprüft werden.

Behörde fordert Überprüfung

Die FAA leitete den Handlungsbedarf nicht von den aktuellen Vorfällen ab, deren genaue Ursachen erst noch geklärt werden müssen. Sie bezieht sich stattdessen auf zwei Vorfälle, die sich gemäss der Webseite Aviation Herald vergangenes Jahr bei der Swiss ereignet hatten: Im September und Oktober 2018 kam es zu je einem Zwischenfall, bei dem sich ein Triebwerk während des Fluges abschaltete. Gemäss FAA kann sich in den an Triebwerken zwischen Ölrohr und -kühler ein Spalt bilden. So könnten Öl-Lecks entstehen, die im schlimmsten Fall zu Motorbränden führen könnten.

Die FAA fordert, dass Betreiber die entsprechenden Flugzeugtypen spätestens ab 300 Motorzyklen auf diesen Fehler prüfen. Wird ein Spalt festgestellt, sollen die betroffenen Teile vor dem nächsten Flug ausgetauscht werden, so die FAA. Wie «Aerotelegraph» berichtet, soll der Triebwerkproduzent Pratt & Whitney die Fluggesellschaften schon früher auf diese Schwachstelle aufmerksam gemacht haben.

Swiss bestätigt Öl-Leck

Die Swiss sagt, es sei nur beim Flug im Oktober 2018 zu einem Ölverlust gekommen. Seither habe es nachweislich keine weiteren Zwischenfälle wegen eines Öl-Lecks gegeben. «Sämtliche Flugzeuge unserer Flotte entsprechen den strengen Vorgaben von Herstellern und Behörden, und wir halten alle Vorschriften jederzeit ein. Die ganze Flotte wurde daraufhin im Rahmen der regulären Checks überprüft», sagt Karin Müller, Mediensprecherin der Swiss.

Ob die gleichen Defekte zu den Pannen bei den Swiss-Flügen vom Montag nach London und jenem im Juli mit der ausserplanmässigen Landung in Paris geführt hätten, wisse man noch nicht. In beiden Fällen sei eine Untersuchung eingeleitet worden. «Aufgrund der noch unvollständigen Informationslage ist keine Präzisierung möglich. Swiss hat den gestrigen Vorfall unverzüglich der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle gemeldet», so Müller. Klar ist: Auf beiden Flügen gab es eine Störung am Triebwerk.

Zur Forderung der FAA sagt die Swiss gegenüber «20min», sie begrüsse sämtliche Massnahmen, die den Sicherheitsstandard zusätzlich erhöhten. Zudem stehe man mit der FAA sowie auch den Triebwerksherstellern in engem Austausch. (red)

Erstellt: 18.09.2019, 10:54 Uhr

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