Dielsdorf

Gemeinde baut Hochwasserschutz aus – Schwachstellen in Reparatur

Der Durchfluss des Hinterdorfbachs beim Werkhof wird saniert und vergrössert.

Dieser Durchlass des Hinterdorfbachs unter die Bahngleise beim Dielsdorfer Werkhof muss saniert und vergrössert werden. Die Bauarbeiten sollen nächstes Jahr erfolgen.

Dieser Durchlass des Hinterdorfbachs unter die Bahngleise beim Dielsdorfer Werkhof muss saniert und vergrössert werden. Die Bauarbeiten sollen nächstes Jahr erfolgen. Bild: Balz Murer

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Die schweren Unwetter von Ende Mai 2018 haben auch in Dielsdorf verheerende Schäden angerichtet. Das Ereignis zeigte auch auf, wo im Bezirkshauptort Massnahmen ergriffen werden müssen, um künftige Hochwasser in geordnete Bahnen lenken zu können. Zu diesem Zweck liess der Gemeinderat ein Fachgutachten erstellen, das er im vergangenen November der Bevölkerung vorstellte.

Viel Wasser, kleines Loch

Wie die Fachleute an der November-Gemeindeversammlung ausführten, wurden im Fachgutachten 13 Schwachstellen definiert, die sich aus dem Hochwasserereignis vom 30. Mai ergeben hatten. Für die Behebung dieser Schwachstellen wurden Prioritätsstufen festgelegt. Eine dieser Stellen, die Verbesserungsmassnahmen erfordern, ist der Durchlass des Hinterdorfbachs unter die SBB-Geleise beim Dielsdorfer Werkhof.

Wie der Gemeinderat mitteilt, muss dieser alte Durchlass saniert und vergrössert werden, um seine Funktionstüchtigkeit im Fall eines Hochwassers wahrnehmen zu können. Beim erwähnten Unwetter war am Hinterdorfbach ein Wasserabfluss von 7 bis 10 Kubikmetern pro Sekunde geschätzt worden. Dies entspricht einem Hochwasser, wie es alle 100 bis 300 Jahre einmal vorkommt. Der SBB-Durchlass vermochte die Wassermassen nicht abzuleiten. Deshalb soll er vergrössert werden.

Aufwendige Projektierung

«Das Bauprojekt liegt inzwischen vor und ist vom Gemeinderat genehmigt worden. Nun ist dieses durch die SBB und das kantonale Amt für Wasser, Energie und Luft (AWEL) zu genehmigen», schreibt die Behörde. « Das Erstellen des Bauprojektes gestaltete sich wesentlich umfangreicher als angenommen. Aufgrund der zahlreichen Auflagen und Anforderungen der SBB war das Projekt deutlich detaillierter auszuarbeiten als übliche Bauprojekte der Gemeinde», schreibt der Gemeinderat.

Die Projektierungsarbeiten belaufen sich auf knapp 56000 Franken. Aufgrund der umfangreicheren Anforderungen musste der Gemeinderat einen Nachtragskredit von 29000 Franken bewilligen. Die Erstellung des Ausführungsprojekts werde auf etwa 32000 Franken zu stehen kommen. Auch diese Kosten werden je hälftig von der Gemeinde und den SBB getragen.

Gebaut wird nächstes Jahr

Der effektive Bau, der im 2020 realisiert werden soll, werde sich auf knapp 1,2 Millionen Franken belaufen, wovon die Gemeinde voraussichtlich knapp 470000 Franken bezahlen müsse. Der definitive Kostenteiler müsse mit den SBB noch erstellt werden. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.03.2019, 14:58 Uhr

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