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Gemeindepräsident als Schulpfleger

Im unteren Rafzerfeld trat im letzten Dezember die komplette Schulpflege zurück. Nun zeichnet sich eine interessante Kandidatur ab: Der Wasterkinger Gemeindepräsident Peter Zuberbühler will auch Präsident der SUR werden.

In Wasterkingen zeichnet sich eine interessante Kandidatur ab.
In Wasterkingen zeichnet sich eine interessante Kandidatur ab.
mcp

Das Thema Schule war im unteren Rafzerfeld in den letzten Jahren intensiv diskutiert worden. Am meisten zu reden gab dabei die Frage, ob die Schüler aus Wasterkingen, Wil und Hüntwangen in Zukunft in Eglisau zur Schule gehen sollen. Einen Kredit für ein gemeinsames Schulhaus versenkten die Stimmbürger indes im letzten Herbst. Kritisiert wurde das Projekt dabei nicht zuletzt auch von einigen Gemeinderäten der beteiligten Dörfer.

Aufgrund des gescheiterten Projekts nahm die Schulpflege im letzten Dezember den Hut. Und ob sich genügend Kandidaten finden würden, um die der Schu­­le bevorstehenden Herausforderungen als Schulpfleger zu meistern, war damals nicht abzusehen. Inzwischen ist klar: Der Wahlkampf dürfte spannend werden. Denn gestern wurde die Liste der definitiven Wahlvorschläge publiziert. Um die fünf Sitze in der Schulpflege bewerben sich sechs Kandidatinnen und Kandidaten.

Aus Wil kandidieren Carina Bertenghi (parteilos) sowie Sascha Kägi (SVP). Aus Hüntwangen treten an Patric Gross (SVP) sowie Robert Letsch (parteilos). Und aus Wasterkingen bewerben sich Laura Zeier sowie Peter Zuberbühler (beide parteilos) um ein Mandat.

Auffallend ist dabei insbesondere die Kandidatur Zuberbühlers. Dieser ist nämlich seit mehreren Jahren schon Gemeinderat von Wasterkingen und seit 2014 dort auch Gemeindepräsident. Nun will er also auch in der Schulpflege einen Sitz – und kandidiert nicht nur als Mitglied, sondern auch als bisher einziger Anwärter auf das Schulpflegepräsidium.

Doppelmandat möglich

«Ich strebe ein Doppelmandat an», bestätigt Zuberbühler auf Anfrage. Trotz seiner Kandidatur für die Schulpflege will er auch eine weitere Amtszeit als Gemeinderat und Gemeindepräsident bestreiten. Möglich ist das, weil Wasterkingen nur ein Teil der Schulgemeinde ist, deshalb können Gemeinderäte auch in der Schulpflege sitzen.

Doch warum nun diese Doppelrolle? «Ich war von dem aus­gearbeiteten Projekt für ein gemeinsames Schulhaus mit Eglisau nicht überzeugt», erklärt Zuberbühler. «Doch es ist klar, dass das untere Rafzerfeld seine Schulsituation nun gut organisieren muss, vor allem nachdem Eglisau aus dem Zweckverband für ein gemeinsames Schulhaus ausgestiegen ist. Mein ursprünglicher Vorschlag war, dass aus jeder Gemeinde der SUR Gemeinderäte in die Schulpflege delegiert werden respektive sich zur Wahl stellen sollen.

Dadurch würde ein Gebilde entstehen, welches einer zumindest teilweise faktischen, wenn auch nicht rechtlichen Einheitsgemeinde entspräche. «Das Ziel ist, dass ­dadurch die Kommunikation zwischen den Gemeinden sichergestellt wird, um die Gesamtentwicklung von Wohnraum und Schule miteinander in Einklang zu bringen.»

Um diese Idee teilweise umzusetzen, will Zuberbühler deshalb nun auch in der Schulpflege mitmischen. Und zwar als Präsident. «Das ist für mich fast schon eine Bedingung, nur so wird es möglich sein, den Sitzungsturnus und die übrige Organisation so zu koordinieren, dass es im Zusammenspiel mit den Gemeindeaufgaben funktioniert», erklärt er.

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