Steinmaur

Generationenprojekt erhält neue Chance

Gemeinsam informierten Gemeinde und Schulpflege über das Projekt 2.0 zur Sanierung und Erweiterung der Schulhausanlage, welches rund 2 Millionen weniger teuer zu Buche schlagen soll. Ein Appell an die Bevölkerung, dieses Generationenprojekt nächstes Jahr an der Urne anzunehmen.

Sollte das Projekt 2.0  am 4. März 2018 an der Urne von den Stimmbereichtigten angenommen werden, würde die neue Doppelturnhalle ab Februar 2020 in Betrieb genommen werden.

Sollte das Projekt 2.0 am 4. März 2018 an der Urne von den Stimmbereichtigten angenommen werden, würde die neue Doppelturnhalle ab Februar 2020 in Betrieb genommen werden. Bild: mcp

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Nach dem «selber verschuldeten Schiffbruch» letzten Jahres, wie es ein Zuhörer in der Schulhausturnhalle am Donnerstagabend ausdrückte, als sowohl der Ausführungskredit für den «Schulbedarf» wie auch für den «Gesamtbedarf» abgelehnt worden war, stellte Arthur Casagrande von der Firma CH Architekten AG das überarbeitete Nachfolgeprojekt vor. «Dass der Sparauftrag ernst genommen wurde, sehen Sie unter anderem daran, dass wir noch die alten Visualisierungen verwenden», wandte sich der Geschäftsleiter an die rund 100 versammelten Personen.

Kostenoptimierungvon 1,9 Mio. Franken

Mit Hilfe überlappender Farben auf den projektierten Folien zeigte Arthur Casagrande Stockwerk um Stockwert wo Einsparungen am Neubau möglich seien. Unnötige Verbindungswege und ein Kiosk würden gänzlich weggelassen, erklärte er, das Treppenhaus kompakter gestaltet. Die Haustechnik erhalte einen kleineren Eingang und eine gedeckte Parkplatzreihe falle weg.

Zudem sei die Fensterfläche reduziert worden. «Weniger Fensterfläche heisst weniger Glas, sprich weniger Kosten», erläuterte der Architekt dazu. Bei der Sanierung des Altbaus entfalle unter anderem der Lichthof, die Küche würde vereinfacht und das Foyer verkleinert. Gewisse Küchengeräte würden nun nicht mehr ersetzt.

Die ursprünglichen Kosten von rund 17,6 Mio. Franken haben sich nun laut Gemeinderat Christian Müller, dank enormen Sparwillen von Schulpflege und Gemeinde auf 15,7 Mio. Franken brutto reduzieren lassen.

Vom überarbeiteten Projektkönnen alle profitieren

Aufgeschlüsselt heisse dies, dass der Werkpreis der Allreal Generalunternehmung AG 14,833 Mio. Franken betrage. Hier enthalten seien die Vorbereitungskosten, die provisorischen Bauten, die effektiven Gebäudekosten, das Honorar, die Baunebenkosten und die Ausstattung. Dazu kämen für die Anschluss- und Bewilligungsverfahren nochmals Gebühren von 292 000 Franken. Eine Reserve von vier Prozent oder 616 000 Franken bilde summa summarum die Gesamtkosten von 15,73 Mio. Franken. «Es ist wie bei einer Zitrone», sagte Christian Müller, «am Anfang lässt sie sich fest ausdrücken, doch am Schluss, da nützt alles Drücken nichts mehr».

Stellvertretend für die Primarschulbehörde sprach deren Präsidentin Franziska Rickli im Schlussvotum davon, dass mit dieser «abgespeckten» Variante des Projekts sämtliche Nutzniesser, allen voran die Schülerinnen und Schüler, aber auch Vereine, von diesem Generationenprojekt nur profitieren könnten.

In der anschliessenden offenen Frage- und Diskussionsrunde kam die Frage an den Gemeinderat Christian Müller auf, wie hoch die zu erwartenden Steuererhöhungen ausfallen würden. «Der gemeinsame Finanzplan der politischen Gemeinde und der Primarschule wird über die nächsten fünf Jahre laufend aktualisiert», antwortete der Befürworter des Schulhausprojektes. An der Gemeindeversammlung im Dezember würde die Steuererhöhung von drei Prozent für das nächste Jahr der Bevölkerung unterbreitet.

Wird das Projekt nächstes Jahr angenommen, müsste die Schulsteuer nochmals um drei Prozent erhöht werden. Ein weiterer Votant wollte wissen, ob dafür die Gemeindesteuern sinken würden. «Leider sehen wir im Moment keine Kapazität für eine Steuersenkung», erwiderte Müller. Das leicht steigende Bevölkerungswachstum könnte helfen, das Ziel, den Steuerfuss zu halten, zu erreichen.

Bis im Jahr 2021sollte es fertig sein

Sollte das Projekt 2.0 am 4. März 2018 an der Urne von den Stimmbereichtigten angenommen werden, würde die neue Doppelturnhalle ab Februar 2020 in Betrieb genommen werden. In der anschliessenden «lauteren und schmutzigeren» Phase, der Sanierung und dem Umbau des alten Turnhallentraktes, sei man auf den Goodwill der Lehrpersonen angewiesen, bis dann 2021 das Generationenprojekt der Steinmaurer vollendet sein werde. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 10.11.2017, 17:40 Uhr

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