Bassersdorf

Gesperrter Wanderweg wird geflickt und bleibt bestehen

Niederschlag und Winterstürme haben Spuren hinterlassen. Zwischen Bassersdorf und Birchwil ist ein beliebter Wanderweg derzeit gesperrt. Bis im Frühling soll er wieder begehbar sein.

Die Löcher im Weg deuten darauf hin, dass der Untergrund instabil geworden ist. Weil noch mehr abzurutschen droht, liess die Gemeinde den Weg vorsorglich sperren.

Die Löcher im Weg deuten darauf hin, dass der Untergrund instabil geworden ist. Weil noch mehr abzurutschen droht, liess die Gemeinde den Weg vorsorglich sperren. Bild: Archivfoto: Sibylle Meier

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An manchen Stellen wird es eng auf dem Wanderweg am Birchwilerbach. Enger als sonst schon auf diesem schmalen Pfad, der im Gegensatz zu den umliegenden Wald- und Flugwegen eben ein reiner Wanderweg ist. Momentan klafft ein Loch im Wegtrassee und weitere Stücke drohen in den zwei Meter tiefer gelegenen Bach abzurutschen.

Während den stürmischen Tagen Anfang Januar legte der Wind zudem noch Gehölz quer über den Weg. Seit einem Monat ist der Wanderweg aus Sicherheitsgründen gesperrt. «Wir werden das wieder herrichten», sagt nun der zuständige Revierförster Güst Erni. «Kein Problem», meint er gelassen und lässt keine Zweifel aufkommen, dass die Verbindung nicht so lange gesperrt bleiben wird, wie einst vor rund zehn Jahren.

Vor rund 10 Jahren drohte die Aufhebung des Weges

Damals waren ebenfalls Schäden aufgetreten, was zu grösseren Diskussionen geführt hatte, ob der Weg überhaupt noch instandzustellen sei. Ein Gutachten der zuständigen Behörden des Kantons ergab, dass der steile Hang, an den sich der Weg schmiegt, abrutschgefährdet sein könnte. Die Rede war von aufwändigen Stabilisierungsmassnahmen für bis zu 100 000 Franken, was zunächst nach einer Schliessung des Pfades aussah, da niemand für die Instandstellung so viel bezahlen wollte.

«Damals wollte man mit Kanonen auf Spatzen schiessen», findet Erni noch heute. Letztlich sprang die Forstmannschaft mit der Unterstützung von ein paar Freiwilligen ein und so konnte der heikle Abschnitt mit Baumstämmen aus dem Gemeindewald gesichert werden.

«Damals wollte man mit Kanonen auf Spatzen schiessen.»Güst Erni, Reviersförster

Nach den jüngsten Schäden soll auch jetzt pragmatisch vorgegangen werden. Man habe die Situation vor Ort angeschaut und gesehen, dass es mit vernünftigen Mitteln möglich sei den Weg einmal mehr zu sichern, erklärt der Revierförster. Dazu brauche es einen soliden Aufbau vom Bach her, was mit etwas Holz gut machbar sei. Eigentlich habe er das schon vor zehn Jahren machen wollen, aber dann sei dies doch nicht erwünscht gewesen.

Nun wird es halt nachträglich gemacht, damit der Kies nicht weiter unter den seitlich platzierten Stämmen am Wegrand in den Bach wegrutscht. Die jetzt anstehenden Bauarbeiten samt Material dürften gemäss einer Schätzung des Försters zwischen 10 000 und 15 000 Franken kosten. Sie sollen ausgeführt werden, sobald es die Witterung zulasse.

Zwei bis drei Tagesind für die Arbeiten nötig

Man warte momentan noch zu, bis der Hang etwas abgetrocknet und der Untergrund weniger nass sei. Falls sich nochmals eine Kältephase mit Schnee bis in die Niederungen ankündigen würde, wäre ebenfalls Abwarten angesagt.

Während der Arbeiten müsse die Birchwilerstrasse auf der gegenüberliegenden Bachseite dann wohl teilweise gesperrt werden, meint der Chef des Forstreviers, zu dem auch Wälder in den Gemeinden Nürensdorf, Dietlikon und Wallisellen gehören. Die Aktion dürfte voraussichtlich zwei bis drei Tage dauern.

Hierbei bekommen die Forstmitarbeiter Hilfe von einer einheimischen Transportfirma, die ihr Depot gleich ennet dem Bach hat. «Ziel ist es, den Wanderweg bis im Frühling wieder eröffnen zu können», sagt Güst Erni. Er will nicht zu viel versprechen. Aber falls alles optimal läuft, könnte die Sperrung schon anfangs März wieder aufgehoben sein.

Erstellt: 29.01.2018, 16:14 Uhr

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