Eishockey

Gesund und konsequenter werden

Nach dem 2:5 in Olten hat Kloten eine Woche Pause, um sich auf das Playoff und den Kampf um Platz 4 vorzubereiten.

Der Oltener Bryce Gervais beschäftigt Kloten-Hüter Joren van Pottelberghe und Verteidiger Edson Harlacher.

Der Oltener Bryce Gervais beschäftigt Kloten-Hüter Joren van Pottelberghe und Verteidiger Edson Harlacher. Bild: Keystone

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Die Nachrichten waren vor dem Match in Olten nicht gut, und sie wurden während des Spiels nicht besser. Zu den verletzten Patrick Obrist und Ryan MacMurchy gesellte sich auch noch Lauri Tukonen (Adduktoren), dazu meldeten sich Adrian Wetli und Adrian Brunner krank ab. Das bedeutete schon einmal, dass die zwei Klotener Verteidiger Serge Weber und Alain Bircher wieder als Stürmer antreten mussten. Und als dann Romano Lemm nach 10 Minuten verletzt in die Garderobe ging, wurde auch noch aus Philippe Seydoux ein Stürmer.

Dass dieses letzte Klotener Aufgebot in Olten nur eine Chance haben würde, wenn alle optimal spielen würden, war klar. Aber es waren nicht alle in der besten Verfassung, dem Ansturm Oltens zu widerstehen. So wurde dieser Match, der eigentlich spannend hätte sein sollen, zu einer zu einseitigen Angelegenheit. Zur Mehrzahl der über 5000 Zuschauer. Kloten machte aus seinen Chancen zu wenig, vor allem das Überzahlspiel geriet zu wenig gefährlich. Weil es auch mit zu wenig Überzeugung ausgeführt wurde.

Vier Strafen gegen Kloten im ersten Drittel waren zu viele, Olten nützte deren zwei, schoss später das 3:0, als eine Strafe angezeigt war, schnürte zwischendurch die Klotener Verlegenheits-Sturmlinie gefühlte zwei Minuten ein und traf zum 4:0. Ganz und Marchon zwölf Sekunden vor Schluss erzielten die Klotener Tore.

Nahrhaftes «Trainingscamp»

Von den vier Duellen mit Kloten hat Olten drei gewonnen. Kloten gewann in Olten Anfang Dezember 5:2, als Jussi Jokinen zum letzten Mal für die Zürcher spielte. Nun hat Kloten eine Woche Zeit, damit die Spieler wieder gesund und fit werden. Montag bis Donnerstag ist ein nahrhaftes «Trainingscamp» angesagt, am nächsten Wochenende geniessen die Spieler freie Tage. Was sie in dieser Trainingswoche vor allem zu üben haben: Kloten muss wieder auf mehr Tempo, mehr Geradlinigkeit kommen und in der eigenen Zone viel konsequenter als zuletzt spielen. Zu viele waren in den letzten Partien im eigenen Drittel und auch in den Zweikämpfen zu wenig entschlossen. Und es gilt, die erste Linie mit Jeffrey Füglister, Fabian Sutter und Adrian Wetli wieder in Schwung zu bringen. Füglister, einst der mit Abstand beste Schütze, hat in diesem Jahr erst zwei Tore erzielt, Marc Marchon liegt nur noch einen Treffer zurück.

Was die personelle Situation in Kloten anbetrifft: Von den momentan Angeschlagenen dürften Tukonen, Lemm und Obrist nach der Pause wieder dabei, die Kranken wieder bereit sein. Ungewiss ist die Situation bei Ryan MacMurchy. Wegen seiner Hirnerschütterung war er bis jetzt noch nicht auf dem Eis. Bis zum 15. Februar ist das internationale Transferfenster noch offen. Holt Kloten noch einen Ausländer?

Ajoie wohl die Nummer 1

Mit Ausnahme von La Chaux-de-Fonds (noch 4) und Ajoie (noch 2) sind nach der Pause pro Team noch drei Partien ausstehend. Wie sich die Tabelle präsentiert, hat Ajoie gute Chancen, die Qualifikation auf Platz 1 abzuschliessen. Die Jurassier haben bereits 89 Punkte, nur Olten und La Chaux-de-Fonds können noch auf mehr Zähler (92) kommen. Kloten erreicht maximal 89. Für Kloten geht es, so denkt man beim Studieren des Restprogramms, vor allem darum, den Platz unter den ersten vier Teams zu halten. Visp zum Beispiel liegt zwar fünf Punkte zurück, spielt aber noch gegen GCK, Ticino Rockets und Thurgau, kann also sehr wohl noch auf 84 Zähler kommen.

Kloten beginnt nach der Pause in La Chaux-de-Fonds, schliesst sein Programm in Winterthur ab. Dazwischen, am Freitag (15. Februar), könnte das Spiel liegen, das entscheidet, ob Kloten zum Playoff mit Heimvorteil startet: die Heimpartie gegen Langenthal. Mit sechs Punkten bleibt der EHC definitiv unter den besten vier, mit neun Punkten hat er die Chance auf Rang 2. Doch Olten, seit Samstag die alleinige Nummer 2, spielt zwar noch gegen Langenthal, danach aber gegen Winterthur und die EVZ Academy.                                

Erstellt: 04.02.2019, 10:43 Uhr

Telegramm

Olten - Kloten 5:2 (2:0, 2:1, 1:1)

5193 Zuschauer. - SR Ströbel, Hungerbühler; Kehrli/Altmann. - Tore: 7. Grossniklaus (Hohmann; Ausschluss Lemm) 1:0. 11. Wyss (Schirjajew, Hohmann; Ausschluss Harlacher) 2:0. 24. Horansky (Hohmann, Gervais; Strafe angezeigt) 3:0. 28. Rouiller (Schwarzenbach, Gervais) 4:0. 31. Ganz (Füglister) 4:1. 51. Schirjajew (Hohmann) 5:1. 60. Marchon (Monnet, Combs) 5:2. - Strafen: 5x2 plus 10 (Grossniklaus) gegen Olten, 6x2 gegen Kloten. - Olten: Mischler; Lüthi, Zanatta; Rouiller, Grossniklaus; Gerber, Bagnoud; Bucher, Heughebaert; Hohmann, Schirjajew, Horansky; Haas, Gervais, Schwarzenbach; Truttmann, Mäder, Wyss;Ulmer, Rexha, Muller. - Kloten: Van Pottelberghe; Kellenberger, Back Ganz, Nicholas Steiner; Egli, Harlacher; Seydoux; Knellwolf, Sutter, Füglister; Lehmann, Lemm, Combs; Weber, Marchon, Krakauskas; Rehak, Monnet, Bircher. - Bemerkungen: Kloten ohne Obrist, MacMurchy, Tukonen (verletzt), Kindschi (Langnau), Wetli, Adrian Brunner (krank), Mettler, Oliver Steiner (überzählig); Lemm verletzt ausgeschieden (10.); Olten ohne Eigenmann und Vodoz (verletzt).

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