Glattfelden

Goldgräberstimmung bei den Siedlern

Im Rahmen des Sommerplauschs Embrachertal veranstaltete die Jungschar der Freien Evangelischen Gemeinde Embrach ein Kinderlager. Fünfzig Kinder erlebten den Goldrausch.

Das Leiterteam hat dafür gesagt, dass das extra für das Lager gebaute Städtchen auch über einen Saloon verfügt.

Das Leiterteam hat dafür gesagt, dass das extra für das Lager gebaute Städtchen auch über einen Saloon verfügt. Bild: Balz Murer

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Eingebettet in eine Waldlichtung nahe der Glatt, taucht die Westernstadt Deadwood auf. Zum Stadtbild gehören ein Saloon, ein Rodeofeld zum Spielen und ein Drugstore. Planwagen wie zu Siedlerzeiten verleihen der Szene Abenteuerromantik. Acht Zelte säumen den Weg zum Saloon.

Eine Woche lang erleben 50 Kinder von der Jungschar Embrach Abenteuerferien in der Natur. Am Morgen weckt eine Glocke die schlafenden Bewohnerinnen und Bewohner, und die Kinder dürfen an verschiedenen Aktivitäten und Spielen teilnehmen. Am Donnerstag gibt es etwa eine grosse Wanderung. Und am Abend sitzen die Kinder beisammen, lauschen Geschichten und singen Lieder.

Auch ein grosses Thema gibt es während der gesamten Woche: Als Metapher für die kostbaren Dinge im Leben geht es immer wieder um den Goldrausch.

Fachleute im Leitungsteam

Das Team aus 14 Leiterinnen und Leitern im jungen Erwachsenenalter begann vor Monaten Pläne zu schmieden, um den Kindern eine erlebnisreiche Woche zu bieten. «Wir planten, wie die Stadt aussehen soll und welche Aktivitäten wir anbieten wollen», berichtet der 24-jährige Hauptleiter Simon Müller. «In diversen Bereichen konnten wir auf die Fähigkeiten unserer jungen Berufsleute im Team setzen», führt Müller aus. Zu den Verantwortlichen gehören etwa zwei Zimmerleute, die sich um die Planung und den Bau des Saloons gekümmert haben.

«Wir planten, wie die Stadt aussehen soll und welche Aktivitäten wir anbieten wollen. In diversen Bereichen konnten wir auf die Fähigkeiten unserer jungen Berufsleute im Team setzen»Simon Müller, Hauptleiter

Anhand eines Plans im Massstab 1:15 bauten die jungen Handwerker in der Vorwoche das Gebäude auf. Dazu brauchten sie rund 2000 Nägel, die ihnen auf Anfrage eine Firma sponserte. Die Planwagen, Pferdesättel und alten Wagenräder, die das Städtchen schmücken, bekamen sie von Bauern aus der Umgebung geschenkt. Jedem Besucher wird sofort klar, dass viel Arbeit und Kreativität hinter dem Ganzen steht. Müller betont: «Ohne die Hilfe der Sponsoren und den hohen Einsatz der Leitungsteams wäre die Stadt kaum zu realisieren gewesen.»

In der Küche sorgt ein vierköpfiges Team für stärkende Mahlzeiten. Auch hier steht ein Profi, ein gelernter Koch, hinter den Töpfen.

Notfallkoffer für alle Fälle

Die Verantwortlichen sorgten für alle Fälle vor. Für Schlechtwetter lag ein Plan B vor, für etwaige kleine medizinische Vorfälle stand ein Notfallkoffer bereit, bereit war man auch für den Fall, dass ein Kind Heimweh haben würde. Dies kam in der Gruppe des 15-jährigen Leiters Emanuel vor. «Für diesen Fall hatten wir Plüschtiere, die dann zum Einsatz kamen», erzählt Emanuel. «Das Kind darf ein Kuscheltierchen auswählen, damit ist das schlimmste Heimweh überwunden.» Es ist das zweite Lager, das der 15-Jährige mitgestaltet hatte.

Die Arbeit mit den Kindern, die Action und die erlebnisreichen Tage machen ihm Freude, sodass er sich vorstellen kann, im nächsten Jahr wieder aktiv als Leiter mitzuarbeiten. Die steigende Anzahl an teilnehmenden Kindern führt der Hauptleiter Simon Müller unter anderem darauf zurück, dass in der heutigen medienorientierten Zeit Spiele und Abenteuer draussen in der Natur einen besonderen Wert haben und deshalb grossen Anklang finden.

Am Freitagabend wurden Eltern und Freunde eingeladen, um mit einem Gottesdienst unter freiem Himmel die Ferienwoche abzuschliessen.

Erstellt: 20.07.2019, 09:06 Uhr

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