Rorbas

Grosse Pläne für das Haus Alte Brücke

Am ersten September können die Stimmberechtigten über ein gewichtiges Bauprojekt befinden. Die Liegenschaft Alte Brücke ist in die Jahre gekommen und muss gründlich renoviert und umgebaut werden.

Das sanierungsbedürftige Gebäude heute.

Das sanierungsbedürftige Gebäude heute. Bild: Sibylle Meier

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Nach dem zweiten Weltkrieg, 1947, liess die Gemeinde Rorbas bei der sogenannten Römerbrücke ein markantes Wohn- und Geschäftshaus erstellen. Aufgrund seiner Lage am östlichen Brückenkopf ist das Gebäude bei der Bushaltestelle von hoher Bedeutung für das Ortsbild und eines der wenigen Bauzeugen der frühen Nachkriegszeit.

Am Samstag lud der Gemeinderat die Bevölkerung zu einer Informationsveranstaltung ein. Aus erster Hand, von Gemeinderäten, Fachplaner und dem Architekten, gab es Erklärungen zur geplanten Sanierung des Hauptakts und einem Ersatzbau entlang der Töss.

Knapp 70 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Die beiden über 70-jährigen Gebäudeteile standen zur Besichtigung offen. Unschwer liess sich feststellen, dass der Unterhalt in den letzten Jahren sehr zurückhaltend ausgeführt wurde. Der Gemeinderat beschloss, das Objekt im Finanzvermögen zu behalten und durch geeignete Massnahmen auf den heutigen Standard zu bringen.

Ladestation für Elektroautos

Beim Bauprojekt ist geplant, die bestehende Ölheizung durch eine Wärmepumpe mit einer etwa bis 250 Meter tief reichenden Erdsonde zu ersetzten. Auch das Warmwasser wird mit einer Wärmepumpe zubereitet.

So stellt sich der Gemeinderat das sanierte Haus vor. (Visualisierung: PD)

Auf dem Dach der beiden Gebäudetrakts liefern Solarpanels Strom. Erwartet wird ein Stromertrag von 10500 kWh pro Jahr, der nach Berechnung 60 Prozent des Energiebedarfs der Liegenschaft abdecken soll. In der Tiefgarage des Allmendzentrums sind bei den gemeindeeigenen Parkplätze Ladestationen für Elektrofahrzeuge vorgesehen.

Im Neubau entlang der Töss sind zwei rollstuhlgängige, ebenerdige 2½-Zimmer-Wohnungen und zwei 4½-Zimmer-Wohnungen, wovon eine rollstuhlgängig, geplant. Die Westfront gestattet attraktive Ausblicke in die grüne Natur und auf die vorbei fliessende Töss.

Ein neuer Lift von der Tiefgarage bis zum Vorplatz ermöglicht auch Menschen mit einer Behinderung hindernisfeien Zugang zu ihren Wohnungen. Im Hauptgebäude bleiben die Spielgruppe und die Ludothek bestehen. Im Ober- und Dachgeschoss entstehen zwei 4½-Zimmer-Maisonettewohnungen.

«Wir haben keinen Plan B vorbereitet.»Bruno Strässler, Liegenschaftenvorstand

Die Gebäudehülle erhält eine Aussen-Wärmedämmung inklusive Isolierglasfester. Sämtliche Elektro- und Sanitärinstallationen und die Bodenbeläge müssen ersetzt werden. Die geplante Sanierung soll auch das Allmendzentrum, das sich im Baurecht der Gemeinde befindet, aufwerten. Zurzeit stehen dort Verkaufsflächen leer.

Keinen Plan B vorbereitet

Der am 1. September zur Urnenabstimmung unterbreitete Vorschlag sieht Gesamtkosten für Abbruch, Neubau und die Sanierung von 3,314 Millionen Franken vor. Die Kosten für Architekten- und Fachplanerhonorare von 131 000 Franken sind in der Kreditvorlage nicht enthalten. Der Gemeinderat rechnet bei einem Objektwert von 4,656 Millionen Franken mit einer Eigenkapitalrendite von 1,97 Prozent. Der Mietzins für die günstigste Wohnung beträgt 1250 Franken, für eine 4 ½ Zimmerwohnung etwa 2500 Franken, ohne Nebenkosten.

Liegenschaftenvorstand Bruno Strässler ist zuversichtlich, dass das Projekt an der Urne angenommen wird: «Wir haben keinen Plan B vorbereitet.» Der heutige Verkaufspreis der Liegenschaft beträgt nur etwa 1,24 Millionen Franken, was dem Landwert, abzüglich Abbruchkosten, entspricht. Bei einer Ablehnung des Kredits müsste ein Verkauf der Liegenschaft ernsthaft in Betracht gezogen werden.

Erstellt: 18.08.2019, 17:17 Uhr

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