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Grüne Däumchen statt blaue Fülli-Flecken

Eine Woche lang schaufelten die Dielsdorfer Primarschüler im Garten, bauten Nistkästen und kochten gesundes Essen. Ziel der Projektwoche war es, die Kinder für Natur- und Umweltthemen zu sensibilisieren.

Die Primarschüler und Kindergärtner haben während der Projektwoche in Dielsdorf unter anderem einen neuen Garten erschaffen. Gestern schauten sich Sarina (7), Klea (7) und Sofia (6) das Werk ihrer Mitschüler an.
Die Primarschüler und Kindergärtner haben während der Projektwoche in Dielsdorf unter anderem einen neuen Garten erschaffen. Gestern schauten sich Sarina (7), Klea (7) und Sofia (6) das Werk ihrer Mitschüler an.
Sibylle Meier

Für einmal konnten die Dielsdorfer Primarschüler ihre Füllfedern und Aufgabenhefte getrost in der Schublade lassen. Stattdessen griffen sie vergangene Woche zur Hacke und Schauffel, Säge und Hammer, Schwingbesen und Kochlöffel.

In der Projektwoche «Ums Huus ume» durften die Schüler ihre Umgebung gestalten und sich so auf praktische Art mit Umwelt- und Gesundheitsthemen vertraut machen. Das Thema Natur und Nachhaltigkeit durch Taten zu erfahren und nicht nur theoretisch darüber nachzudenken, das war das Ziel der Woche.In altersdurchmischten Gruppen übernahem grosse Schüler auch mal die Verantwortung für die kleineren Gspänli.

Zusammen fertigten die Kinder gesundes Essen an aus Zutaten, die sie in der Natur vorfanden, befassten sich mit dem Lebenselexir Wasser, beobachteten Vögel im Neeracherried, bastelten Nistkästen, bemalten die Schulplatz-Mauer und gestalteten Pausenplatzspiele wie ein riesiges Schachbrett mit entsprechend grossen Schachfiguren.

Neues Naturparadies

Ein richtiges kleines Paradieschen erschaffen hat die Gruppe Garten. 29 Kindergärtner und Schüler zimmerten mit Hammer, Säge und Bohrer aus Holzpaletten und Brettern Hochbeete zusammen, füllten sie mit Erde und pflanzten Kürbis, Salat, Ringelblumen, Zwiebeln und Randen an. Auf einem Hügelbeet sääten sie Rüebli und mit langen Baumstämmen bauten sie ein Stangenzelt.

Mit dabei waren auch Yanis (12) und Roberto (12). «Wir haben viel gesägt und gebohrt. Das hat grossen Spass gemacht. Ausserdem durften wir jeden Tag ein Feuer machen und darüber Brot rösten und Würstli braten», erzählt Yanis und Roberto fügt an: «Ich habe gelernt, wie die Pflanzen heissen, wie sie aussehen und was aus ihnen wird. Und auch, dass ein Kürbis viel Platz braucht, um zu wachsen.»

Momente, die bleiben

Neben der Gartenarbeit hatten die Kinder auch viel Zeit, um in der Natur zu spielen und sich auszutoben. Sie konnten auf kurzen Rundholzstücken hüpfen, mit Steine Mosaike kreieren oder Schnecken beobachten und ihnen ein Häuschen aus Steinen bauen. «Das freie Spiel in der Natur kommt heute oft zu kurz», erklärt Monika Fäh, Co-Schulleiterin, Klassenlehrerin und Umweltbeauftragte der Primarschule Dielsdorf. Doch dies sei nicht der einzige Vorteil der Projektwoche. «Es sind doch genau solche Anlässe, an die wir uns gerne zurückerinnern, wenn wir die Regeln der Mathematik schon längst vergessen haben.»

Verantwortung übernehmen

Dass sich die Projektwoche der Dielsdorfer Primarschule rund um das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit drehte, ist kein Zufall. Die Schule ist eine von 20 Umweltschulen im Kanton. Umweltschulen optimieren unter anderem ihre Abfallmanagementsysteme, bauen Schülergärten mit den Schülern oder verlegen den Unterricht vermehrt nach draussen. Ziel ist es, dass die Schüler lernen, Verantwortung für die Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen.

Dass solche Ziele nicht in einer Woche erreicht werden können, versteht sich von selbst. «Das Thema ist in unserem Schulalltag ständig präsent, etwa wenn es um die Abfalltrennung geht», erklärt die Co-Schulleiterin.

Nachhaltigkeit war denn auch nicht nur das Thema der Projektwoche, auch die Projekte selbst sollten möglichst nachhaltig sein. Eine Klasse übernimmt demnächst die Verantwortung für den Garten. Die Klasse wird ihn regelmässig hegen und pflegen. «Wir hoffen, dass der neu geschaffene Garten noch viele Jahre erhalten bleibt und Spass bereitet», sagt Fäh.

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