Rorbas/Freienstein-Teufen

Halbe Million oder halbe Sanierung

Eine halbe Million Franken für die Sanierung der Sporthalle ist den Rechnungsprüfern zu viel. Sie lehnen den Antrag der Schulpflege von Rorbas-Freienstein-Teufen ab. Auch beim Steuerfuss ist man sich uneinig.

Für 635 000 Franken will die Schulpflege Rorbas-Freienstein-Teufen die Sporthalle sanieren - die Versammlung der Schulgemeinde ist am 6. Dezember.

Für 635 000 Franken will die Schulpflege Rorbas-Freienstein-Teufen die Sporthalle sanieren - die Versammlung der Schulgemeinde ist am 6. Dezember. Bild: mcp

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Die Versammlung der Schulgemeinde Rorbas-Freienstein-Teufen am 6. Dezember verspricht Spannendes. Die Schulpflege beabsichtigt, die Sporthalle Freienstein für 635 000 Franken zu sanieren. Das ist den Rechnungsprüfern zu teuer. Sie empfehlen die Vorlage zur Ablehnung. «Es fehlt ein ausgereiftes Gesamtkonzept für die Sanierung», kritisiert RPK-Präsidentin Christine Lienhard.

Weil das Geld in der Schulgemeinde ohnehin schon knapp sei, schlägt die Rechnungsprüfungskommission vor, die Sanierung um zwei bis drei Jahre zu verschieben, um erst etwas Geld auf die hohe Kante legen zu können. Vorderhand sind nach Meinung der RPK nur die für die Gesundheit und Sicherheit relevanten Bereiche zu sanieren.

«Keine Luxusvariante»

Anders sieht dies die Schulpflegepräsidentin Corinne Strebel Schlatter. «Wenn man die Sanierung hinausschiebt, kommt es im Nachhinein teurer», ist sie überzeugt. Ausserdem handle es sich beim vorliegenden Projekt keinesfalls um eine Luxusvariante sondern um eine zweckmässige und notwendige Sanierung. Das Projekt sieht vor, 37 000 Franken in die Heizung zu investieren.

Für das Instandstellen der Lüftungsanlage werden weitere 129 000 Franken fällig. So müssen die Ventilatoren, Antriebsmotoren und Filter ersetzt werden. Im Bereich der Warmwasser-Erzeugung möchte die Schulpflege 45 000 Franken investieren. Der 3000-Liter-Boiler soll ersetzt werden. Im Anschluss ist eine Wasseranalyse nötig.

Gebäude ist 25 Jahre alt

Ein grosser Budgetposten macht die Sanierung der Garderoben aus. 154 000 Franken werden hier fällig. Nach 25 Jahren seien diese abgenutzt und Teile davon defekt. Bei den vier Schülergarderoben sollen die Metalldecken inklusive Beleuchtung erneuert und die Belüftung angepasst werden. Zumdem ist der Ersatz der defekten Waschtische mit Armaturen geplant. Um die Privatsphäre beim Duschen zu gewährleisten, sollen bei zwei Garderoben Sichtschutzwände eingebaut werden.

Im Sportbereich will die Schulpflege für 110 000 Franken die Beleuchtung an die heutigen Bedürfnisse und Sicherheitsvorschriften anpassen. Zur Verbesserung der Fluchtwegbeschilderung sollen weitere 60 000 Franken aufgewendet und die Trennwände zwischen den Hallen für 35 000 Franken erneuert werden. Neue Geräteraumtore schlagen mit 25 000 Franken zu Buche und für eine neue Akustikanlage sollen weitere 40 000 Franken fliessen.

Die Kosten für die Sanierung der Gebäudetechnik und der Schülergarderoben wurden gemäss Schulpflege aufgrund einer Zustandsanlayse und Kostenvoranschlägen zweier externen Beratungsfirmen ermittelt. Für die Sanierung des Sportbereiches wurden durch die Betriebsleitung in Zusammenarbeit mit dem Leiter Ressort Infrastruktur einzelne Angebote eingeholt und so die Kosten erruiert. Das Projekt soll vollumfänglich aus Eigenmitteln finanziert werden.

Der Terminplan sieht vor, dass die Bauarbeiten bis im April 2018 vergeben sind. Die Arbeiten sollen zwischen Juli und August ausgeführt werden.

Erstellt: 30.11.2017, 17:57 Uhr

Auch Steuererhöhung ist umkämpft

Die Schulpflege beantragt an der Versammlung am 6. Dezember auch eine Erhöhung des Steuerfusses um 4 Prozentpunkte auf 67 Prozent. Als Grund führt Schulpflegepräsidentin Corinne Strebel Schlatter gestiegene Schülerzahlen und Sonderschulkosten an. Die Rechnungsprüfungskommission (RPK) hingegen empfiehlt lediglich eine Erhöhung des Steuerfusses um 2 Prozentpunkte. «Wir sind der Meinung, dass dies ausreicht, um die gestiegenen Kosten zu decken», sagt RPK-Präsidentin Christine Lienhard. Bevor man die Steuern weiter erhöhe, müsse man das vorhandene Sparpotential ausschöpfen. Anders sieht dies Strebel Schlatter. «Unsere Berechnungen haben ergeben, dass eine Erhöhung um 2 Prozent mittelfristig nicht ausreichend ist», sagt sie. Die Steuererhöhung sei absehbar gewesen, da seit 2010 der Steuerfuss gesenkt wurde, um das Eigenkapital auf das in den finanzpolitischen Zielen festgelegte Mass zu reduzieren. Dieses Ziel nun erreicht.

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