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Harmonische Töne zum Auftakt in die Bülacher Jazz-Saison

Das Claus Raible Trio eröffnet die Jazz-Saison 2020.

Jazz zum Träumen gab es vom Claus Raible Trio.
Jazz zum Träumen gab es vom Claus Raible Trio.
jhu

Von leichter Hand, ganz nonchalant, glitten die Finger von Claus Raible über die Tasten. Und dies im ersten Stück: Manteca von Charles Davis. Das Klavier übergab die Melodie an den Bassisten Giorgos Antoniou, der fingerfertig an den Saiten seines Instrumentes zupfte. Gregory Hutchinson hielt sich dagegen am Schlagzeug zurück und entlockte dem lauten Instrument feine, leise Klänge.

Am Samstagabend spielte das Trio vor allem Stücke von der neuesten CD des Claus Raible Trio. Darauf gibt viele eigene Kompositionen wie den «Boogallo-Baloo Blues» oder die Ballade «Night Time Is My Mistress», bei welcher das Publikum zurücklehnen und träumen konnte.

Applaus und Bravo-Rufe

Auffallend war die Harmonie zwischen den drei Musikern. Keines der Instrumente dominierte, jedes gab dem anderen genügend Raum, um sich im richtigen Moment zu entfalten, zu feinen, leisen Tönen oder zum Stakkato. Hutchinson kokettierte fast mit seinem Schlagzeug, reduzierte den Rhythmus auf das Minimum, um aus dem Stück das Maximum rauszuholen. Heiterkeit kam auf, als Raible ein Stück ankündigte, das von den «Platters» erfolgreich vertont wurde.

Bassist Giorgos Antoniou schaute verdutzt drein, als wisse er nicht, was er jetzt spielen solle. Erst als Raible das Stück erwähnte («Smoke Gets In Your Eyes»), strahlte Antoniou wieder und setzte zum bekannten Klassiker an. Das Publikum dankte der Performance des Trios mit anhaltendem Applaus und Bravo-Rufen. Ein gelungener Auftakt ins neue Jahr, wie auch die Präsidentin des Jazzclubs bestätigte.

Dinner mit Jazz

Auch das weitere Jahresprogramm tönt vielversprechend. Als Premiere gilt der Anlass Jazz&Dine im Hotel Restaurant Zum Goldenen Kopf am 1. März. «Das war die Idee», erklärte die Präsidentin Maria Tantanini. Zu hören gibt es die Jazzband The Three Wise Men. Während eines 3-Gang-Menüs werden die drei internationalen Topmusiker die Besucher unterhalten. «Dies wird sicher ein kulinarisches und musikalisches Erlebnis.»

Für Maria Tantanini gilt auch der Besuch von The Swingin’ Ladies am 6. März als ein Höhepunkt. «Nicki Parrott, Stephanie Trick, Paolo Alderighi und Engelbert Wrobel sind alte Bekannte in Bülach. Sie kommen regelmässig in den Jazzclub und auch an die Jazztage, das Publikum liebt sie einfach.» Die Präsidentin des Jazzclubs freut sich aber auch auf den Besuch des Tenorsaxophonisten Brad Child. Der Australier habe erfahren, dass er Schweizer Vorfahren habe, und sich darüber sehr gefreut.

Auch dieses Jahr werden auf dem Rhein zwei Jazz-Dinner-Anlässe geboten. Diese Schifffahrten finden im Sommer statt. Eine Künstlerin, die im November Gast im Jazzclub sein wird, bringt die Augen von Tantanini besonders zum Glänzen. «Tricia Boutté kommt wieder zu uns. Die Sängerin war an den letzten Jazztagen Gast in Bülach.» Ohnehin kämen die meisten Musiker mehrmals. «Die Künstler freuen sich, hier zu sein, und für viele sind wir wie eine Familie geworden.»

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