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«Ich kann nur lachen über manche 68er – viele sind selber Oberbünzlis geworden»

Als junger Student besuchte Hans Fehr in den bewegten Zeiten um 1968 das Lehrerseminar. Der Funken der linken Bewegung sprang aber nicht auf den Bauernsohn über. 50 Jahre danach will der stramme Rechtspolitiker die 68er aber nicht gänzlich verurteilen, denn manches gefiel selbst ihm.

Christian Wüthrich
Hans Fehr (Mitte) half schon als Kind, hier als 10-Jähriger, auf dem elterlichen Bauernhof mit. Auch während den 68-er-Unruhen war er neben seiner Ausbildung auf dem Hof und im Militär eingespannt. So habe er gar keine Zeit gehabt, «bewegt zu werden», sagt er.
Hans Fehr (Mitte) half schon als Kind, hier als 10-Jähriger, auf dem elterlichen Bauernhof mit. Auch während den 68-er-Unruhen war er neben seiner Ausbildung auf dem Hof und im Militär eingespannt. So habe er gar keine Zeit gehabt, «bewegt zu werden», sagt er.
PD

Das Umfeld hätte gestimmt, die Zeit war reif und der Ort passte: Doch aus Hans Fehr wurde trotzdem kein «68er». «Als ehemaliger 68er wäre ich heute vielleicht stolz oder ich würde mich schämen – aber weder das eine noch das andere ist der Fall», stellt der 71-Jährige fest. Dass er just in diesen Tagen nach Prag reist, wo vor ziemlich genau 50 Jahren, am 21. August 1968, die Protestbewegung des Prager Frühlings niedergeschlagen wurde, ist ein Zufall.

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