Glattfelden

Im alten Maschinensaal glänzt der neue Tesla

250 geladene Gäste durften am Freitagabend das Model 3 von Tesla bestaunen und gleichzeitig einen Blick in die Zukunft werfen. Zukunftsforscher Lars Thomsen referierte über neue Technologien und verglich Elektroautos mit Popcorn.

Zukunftsforscher Lars Thomsen präsentiert in Glattfelden den neuen Tesla Model 3.

Zukunftsforscher Lars Thomsen präsentiert in Glattfelden den neuen Tesla Model 3. Bild: Ruth Hafner Dackerman

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Schwarz glänzend steht er da, im altehrwürdigen Maschinensaal des Flusskraftwerks Eglisau-Glattfelden. Er ist 275 PS stark, beschleunigt von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde in fünf Sekunden, besitzt eine Reichweite von 500 Kilometern und kostet rund 50 000 Franken.

Wer sich vom Fleck weg in den neuen Tesla Model 3, welcher momentan in den USA Marktleader der gehobenen Mittelklasse ist, verliebt, muss Geduld haben. «Die Lieferzeit beträgt zwei Jahre», bestätigt Lars Thomsen, Gründer der in Zürich ansässigen Firma Future Matters AG.

Trend(durch)bruch steht an

Als Zukunftsforscher schaut Thomsen nicht in die Kristallkugel, sondern möchte unter anderem erforschen, was in den nächsten zehn Jahren an Umbrüchen erfolgen wird. «Es gibt immer wieder Trendbrüche, sogenannte Tipping Points. Im Bereich der Elektromobilität sind wir an diesem Punkt angelangt.» Thomsen verglich den Tesla mit Popcorn. «Bis das erste Popcorn aufpoppt, muss eine gewisse Temperatur erreicht werden. Dann macht das erste Körnchen popp, bis es immer schneller weitergeht.»

Es mache keinen Sinn für einen Hersteller, in Zukunft konventionelle Fahrzeuge herzustellen. «Wir haben einen Klimawandel, der schneller vorangeht als das Worst-Case-Szenario.»All dies spreche für Elektrofahr­zeuge. «In zehn Jahren wird die Mehrzahl der Autofahrer beim Neukauf auf ein Elektroauto setzen. Diese werden immer billiger und leistungsfähiger.» Thomsen weist darauf hin, dass neue Technologien immer Zeit brauchen, bis sie angenommen werden. «Doch am Tesla kommt man nicht vorbei, wenn man sich mit Zukunftsforschung befasst.»

Christoph Erni, Präsident des gastgebenden Vereins Eros Electric, schwärmt vom sauberen Strom und erklärt den Namen Eros: «energy, renewable, original, sensible». Er ist auch selber überzeugter Tesla-Fahrer und demonstriert auf einer Testfahrt die Vorzüge des Elektroautos.

Überzeugt von der Technologie ist auch Felix Küng aus Willisau. «Ich fahre seit mehr als vier Jahren ein Elektroauto. Mein nächstes Auto wird der Model 3 von Tesla sein.» Zukunftsforscher Lars Thomsen lächelt derweil, er würde auch gern im Tesla davonsausen.

Erstellt: 18.06.2018, 10:33 Uhr

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