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Im Mövenpick-Weinkeller in Kloten lagert ein Château Pétrus für 4500 Franken

4. Dezember: 1000 Weinsorten stehen in Kloten zur Wahl für den passenden Wein zum Weihnachtsdinner.

In den Wochen vor Weihnachten stehen im Mövenpick Weinkeller in Kloten 50'000 Flaschen zum Verkauf.
In den Wochen vor Weihnachten stehen im Mövenpick Weinkeller in Kloten 50'000 Flaschen zum Verkauf.
Balz Murer

Tritt man durch die automatische Glastür an der Balz-Zimmermannstrasse 7 in Kloten, so beginnt das Herz der Weinliebhaberin höher zu schlagen. Zwischen 950 und 1000 Weinsorten lagern Reihe für Reihe in hölzernen Kästen. Einige Flaschen locken die Kundschaft mit elegantem Schriftzug auf der Etikette, andere mit ausgefallen-schrägen Motiven. Dominic Rellstab empfängt die Besucherin im Mövenpick-Weinkeller und führt sie durch die Regale. «In den Wochen vor Weihnachten haben wir etwa 50'000 Flaschen hier an Lager, im Sommer sind es rund 40'000», erklärt der stellvertretende Geschäftsführer des Klotener Weinkellers.

Nachfrage macht den Preis

Mal angenommen, ein Kunde mit einem prall gefüllten Portemonnaie erkundigt sich nach der exklusivsten Flasche Rotwein, die das Klotener Weingeschäft bereithält, was würde ihm Dominic Rellstab empfehlen? Er nennt den Namen eines kleinen Weinguts, das weltweit für höchsten Luxus steht: Château Pétrus. 4500 Franken muss hinblättern, wem überhaupt die Ehre zuteil wird, eine der begehrten Flaschen aus dem Weingebiet Pomerol bei Bordeaux zu ergattern. Wie der Fachmann erklärt, ist ein Château Pétrus sicher ein Spitzenwein, vor allem aber ein Statussymbol.

«Besonders in China ist die Nachfrage riesig. Da wirkt eine Flasche Château Pétrus halt wie ein Porsche-Schlüssel auf dem Tisch.»

Dominic Rellstab

Die Flaschen seien weltweit so begehrt, dass in der Regel nur jene Kundinnen und Kunden eine kaufen dürfen, die zuvor schon bei der entsprechenden Kellerei für einige Tausend Franken Wein gekauft haben. Das kleine Weingut Château Pétrus produziert lediglich 40'000 Flaschen pro Jahr. «Besonders in China ist die Nachfrage riesig. Da wirkt eine Flasche Château Pétrus halt wie ein Porsche-Schlüssel auf dem Tisch.» Qualitativ sei der Wein nicht besser als andere, die für 400 Franken zu haben sind. «Die Produktion kostet nicht mehr als 50 oder 60 Franken pro Flasche. Den Preis bestimmt dann alleine die Nachfrage.»

Zur absoluten Luxusklasse gehört auch die 6-Liter-Flasche Château Margaux, die neben anderen teuren Weinen in der Vitrine der Mövenpick-Kellerei ausgestellt ist. Das Preisschild verrät: Für 6950 Franken gehört auch dieser Rotwein zu den weltweit besten und bekanntesten. In der Vitrine lagern laut Dominic Rellstab rund 200 Flaschen mit einem Wert von 80'000 bis 100'000 Franken. Der Weinkeller am Flughafen Zürich liegt direkt an der Autobahnausfahrt. Mövenpick betreibt insgesamt 25 Weinkeller in der Schweiz.

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