Glattfelden

Im Vordergrund steht die Ritterlichkeit

Der Konvent des Deutschen RitterordensSt. Georg fand dieses Jahr in der Schweiz statt. Rund 100 Gäste waren am Samstag an der Investiturfeier mit Ritterschlagin der reformierten Kirche dabei.

Sie sind Mitglieder des Deutschen Ritterordens St. Georg: Roland Hacker aus Bülach (links) und Adrian Rösti
aus Glattfelden.

Sie sind Mitglieder des Deutschen Ritterordens St. Georg: Roland Hacker aus Bülach (links) und Adrian Rösti aus Glattfelden. Bild: Ruth Hafner Dackerman

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Der Konvent des Deutschen Ritterordens St. Georg wurde dieses Jahr durch das Gouvernement Schweiz ausgerichtet. Der Orden will die ritterlichen Ideale und Tugenden in die heutige Zeit übernehmen und mit verschiedenen Projekten Gutes für Bedürftige tun. Während am Freitag ­sowohl die Ordensratssitzung als auch die Mitgliederversammlung abgehalten wurden, fand am Samstagnachmittag der Höhepunkt des Konvents mit dem Gottesdienst und der Investiturfeier in der reformierten Kirche Glattfelden statt.

Rund 100 Gäste, dar­unter etliche Mitglieder befreundeter Ritterorden aus ganz Europa, hörten den Worten von Grossmeister Markus Olden zu, bevor die Ordenskerze entzündet wurde. «Jeder Orden hat seine eigenen Riten und seine eigene Tradition», betonte der Grossmeister. Über das Thema Kommunikation referierte anschliessend der Ordenskanzler und plädierte für gegenseitige Achtung, Respekt und Toleranz.

Musikalisch umrahmt wurde der Anlass mit berührenden Liedern wie «Amazing Grace», «The Rose», «Hallelujah» und «One Moment in Time», gesungen von Debora Lavagnolo. Pfarrer Christhard Birkner zeigte sich ergriffen vom Grundgedanken des Ritterordens. «Diese Stunde in der Kirche soll die Anwesenden im Herzen berühren.»

Zeremonielle Aufnahme

Mit Ritterschlag fand die zere­monielle Aufnahme in den Orden statt. Maren Freifrau von Maltzahn wurde würdig befunden, Rittertugenden wie Gerechtigkeit, Starkmut und Verantwortlichkeit in die heutige Zeit hin­aus­zutragen. «Das ist für mich ein neuer Lebensabschnitt», sagte die Historikerin aus Lübeck. Der Glattfelder Adrian Rösti ist Grosskanzler und stellvertretender Grossmeister. Er wurde mit einer Verdienstmedaille des Deutschen Ritterordens St. Georg ausgezeichnet.

Nach dem feierlichen Akt in der Kirche fand der gesellige Teil im Garten des Gottfried-Keller-Zentrums statt. Beim Sektempfang zeigte sich Gemeindepräsident Ernst Gassmann tief be­eindruckt vom Anlass. «Die acht Tugenden des Ordens fehlen oftmals in der Politik. Ich hoffe, dass mit der Wahl von Adrian Rösti als Schulpräsident diese Tugenden in den Gemeinderat eingebracht werden.»

Gouverneur Roland Hacker aus Bülach übergab zwei Checks. Der erste im Wert von 2000 Franken ging an die Kindertagesstätte Schatztruhe in Stein am Rhein, der zweite über 750 Franken an die Glattfelder Familie Fasler, ­deren Sohn an der Stoffwechselkrankheit ALD leidet. Yvonne Maus, Geschäftsleiterin der Kita Schatztruhe, zeigte ritterliche Tugenden, auch ohne Mitglied des Ordens zu sein, und sagte: «Ich tausche unseren Check mit jenem für die Familie Fasler.»

Erstellt: 22.04.2018, 16:48 Uhr

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