Opfikon

In Opfikon herrscht ein Mangel an Turnhallen

Vielleicht schon im Sommer 2019 benötigt Opfikon dringend neue Räumlichkeiten für den Turnunterricht. Die Schulpflege hat eine ­entsprechende Bestellung an den Stadtrat geschickt.

Gemäss Prognose tritt der Turnhallenmangel bereits im Schuljahr 2019/2020 ein.

Gemäss Prognose tritt der Turnhallenmangel bereits im Schuljahr 2019/2020 ein. Bild: Keystone

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In Opfikon sind in den letzten Jahren viele neue Schulräume entstanden. Vor drei Jahren wurde beispielsweise die provisorische Schulanlage Oberhausen bezogen, im letzten Sommer musste die Anlage aufgrund steigender Schülerzahlen bereits erweitert werden. Neue Räume für den Turnunterricht sind aber bislang nicht entstanden.

Wie Roger Würsch, Leiter der Opfiker Schulverwaltung, auf Anfrage erklärte, hat der Gemeinderat im letzten Dezember beschlossen, dass bei der Schulanlage Halden eine neue Turnhalle entstehen kann und die bestehenden Turnhallen saniert werden. Der Kredit von rund 12,6 Millionen Franken wurde damals einstimmig genehmigt. «Der Platzbedarf für die Schüler der benachbarten Anlage Oberhausen wird mit der Sanierung und dem Neubau aber nicht abgedeckt», führte Würsch aus. Und: Oberhausen ist die einzige Schulanlage in Opfikon, die über keine eigene Turnhalle verfügt.

Pflichtlektionen könnten nicht eingehalten werden

Die vom Stadtrat eingesetzte Arbeitsgruppe Entwicklungs- und Sanierungsstrategien Schulliegenschaften hat in diesem Jahr eine erste Version des Masterplans vorgelegt. Eine Abnahme in den Behörden ist im Herbst dieses Jahres vorgesehen. Der dringliche Handlungspunkt «Turnhalle» habe sich aber abgezeichnet. Im Zusammenhang mit dem Vollausbau der Primarschule Oberhausen, welche noch längere Zeit in Betrieb sein wird, wie auch den anstehenden Sanierungsarbeiten bei den Turnhallen Halden bestehe ein deutlicher Turnhallenmangel. Gemäss Prognose werde dies den Turnbetrieb bereits im Schuljahr 2019/20 massiv erschweren. Ab Schuljahr 2020/21 werde gar eine Einhaltung der verpflichtenden Lektionentafel verunmöglicht.

Wie Würsch allerdings erklärte, könnte bereits im kommenden Sommer der Engpass erreicht werden. Denn wenn im Glattpark die Genossenschaftssiedlung der Allgemeinen Bau­genossen­schaft Zürich (ABZ) im Herbst bezogen werde, sei auch mit einem Zuwachs der Schülerzahlen zu rechnen. «Die neusten Zahlen legen den Schluss nahe, dass wir bereits im Sommer 2019 mit dem bestehenden Raumangebot an bestehenden Turnhallen die Kapazitätsgrenze erreichen könnten», meinte Würsch.

Eine Doppelturnhalle oder zwei Turnhallen

Der zusätzliche Bedarf an einer Turnhalle bleibe mindestens zehn Jahre bestehen. Auch werde mit dem geplanten Neubau des Schulhauses Glattpark der Bedarf Bestand haben. Die Doppelhalle – denkbar seien auch zwei separate Hallen – müsse gemäss Masterplanung einige Kriterien erfüllen. Zum Beispiel soll sie in maximal fünf Minuten Gehdistanz zur Primarschule Oberhausen erreichbar sein und beheizt werden können, damit sie während des ganzen Jahres betrieben werden kann. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 12.07.2018, 14:15 Uhr

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