Regensdorf

Diese Hunde haben Zug

Das 1. Hundewagenrennen in Watt verlangte den Tieren und ihren Besitzern alles ab. Einmal vor den Wagen gespannt, waren die Hunde kaum zu halten und zeigten vollen Einsatz.

Teamwork als zentrales Element: Hund zieht Mensch am ersten Hundewagenrennen in der Region.
Video: CA Media

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Mit dem Zughunden Amaru und Kaiko flitzte Manuela Hilfiker am Wochenende auf ihrem roten Trike durch den Wald zwischen Watt und Rümlang. In den Steigungen unterstützte sie ihre beiden blauäugigen Hunde mit kräftigen Trottinettschritten. «Wir sind ein Team und jeder leistet nach Kräften seinen Beitrag zum Erfolg», erklärt die 32-jährige Hundebetreuerin und fügt an: «Die beiden Rüden sind zum Rennen geboren. Mit ihrem vollen Einsatz zeigen sie, dass sie sich mit Freude im Training und an den Wettkämpfen vor den Dreiradwagen spannen lassen.»

«Wir sind ein Team und jeder leistet nach Kräften seinen
Beitrag zum Erfolg»
Manuela Hilfiker

Auf den Hund gekommen ist Manuela Hilfiker schon in ihrer Kindheit, die sie in Schöfflisdorf verbracht hatte: «Leider erlaubten mir meine Eltern damals keinen Hund. Ich bekam meinen Wunsch erst erfüllt, als ich als gelernte Tierpflegerin und Hundetrainerin mit Andrea Bichsel in Rümlang den Happy Hundehort eröffnete.» Vor vier Jahren entdeckte Hilfiker den Zughundesport mit seinen verschiedenen Kategorien. «Als Bewegungsmensch, täglich führe ich ja während drei bis vier Stunden die anvertrauten Hunde aus, wollte ich auch in meiner Freizeit aktiv mit den Hunden arbeiten und entschied mich für die Disziplinen mit Trike und Trottinett.»

Mit den athletisch gebauten Hunden Amaru und Kaiko, einer neuen, kräftigen und ausdauernde Hounds-Mischung mit viel Pointnerblut und ein wenig Huskys bestritt die Vize-Schweizermeisterin beim 1. Hundewagen- rennen in Watt die beiden Läufe über 10,8 Kilometer. Auf dem abwechslungs- reichen Wald- und Wiesengelände. Nur den Kommandos «Gee» (rechts) und «Haw» links, lenkte sie die vorgespannten, zweieinhalbjährigen Rüdenbrüder über den anspruchsvollen Parcours durch den Wald und das morastige Wiesengelände und siegte mit einer Gesamtzeit von 56:41,4 Minuten.

Vom Husky-Virus infiziert

Für den Einsatz von klassischen Zughunden hat sich das Riedter Ehepaar Manfred und Esther Maier seit fast 30 Jahren mit ihren sibirischen Huskys verschrieben. «Diese Hunderasse hat uns beim zufälligen Besuch eines Schlittenhunderennens fasziniert und nicht mehr losgelassen», erklärte Esther, während ihr Mann bereits mit dem Sechsergespann losgeprescht war. Kurz vor dem Start hatten die Hunde noch jaulend angekündigt, dass sie losfahren wollten.

Kraftvoll und dynamisch ziehen die Tiere das Gefährt über die Strecke (Bild: Paco Carrascosa)

«Nur in dieser Situation sind sie laut, sonst könnten wir sie in unserem Einfamilienhaus gar nicht halten», betont Frau Maier und ist den Nachbarn dankbar, dass sie Verständnis für ihr Hobby zeigen. Das Ehepaar trainiert mit den Hunden auf der Egg am Stadlerberg oder in den Thurauen, um den Tieren genug Bewegung zu geben. Sportliche Höchstleistungen erstreben die Pensionäre nicht, weil sie aus Freude an und für die Hunde mitmachen. Dies bestätigte sich auch, als einer der Husky in der zweiten Runde leicht lahmte. Musher Maier gab sofort auf und fuhr auf dem kürzesten Weg ins Startgelände zurück.

Für die tadellose Organisation des Anlasses mit dem Watter Ehepaar Jrish und Walter Schütz an der Spitze des 42-köpfigen Teams des Dog Cart Thurgau hatten nicht nur die Maiers lobende Worte, sondern auch die 75 aus der halb Schweiz kommenden Besitzer der 275 startenden Zughunden.

Erstellt: 02.12.2019, 10:59 Uhr

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