Niederglatt

Jahresrechnung wird nur wenig diskutiert

Mit 42 Ja- gegenüber einer Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen nahm die Stimmbevölkerung die Jahresrechnung der Kreisschulgemeinden Niederglatt, Niederhasli und Hofstetten an. Zu reden gaben dennoch einige Aspekte.

So hitzig wie andere Diskussionen rund um die Kreisschulgemeinde war die Debatte an diesem Abend in Niederglatt nicht.

So hitzig wie andere Diskussionen rund um die Kreisschulgemeinde war die Debatte an diesem Abend in Niederglatt nicht. Bild: mcp

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Die Sekundarschulgemeinde Niederhasli-Niederglatt-Hofstetten (Niniho) präsentierte die Jahresrechnung 2016, die mit einem Aufwand von 14,5 Millionen Franken und einem Ertrag von 14,6 Millionen Franken abschliesst. Daraus resultiert ein Ertragsüberschuss von 173 065 Franken. Budgetiert war ein Überschuss von 238 100 Franken.

Über diese Rechnung hatte die Stimmbevölkerung der Kreisgemeinde am Donnerstagabend zu beschliessen. 61 Stimmberechtigte wohnten der Versammlung in der Mehrzweckhalle in Niederglatt bei – gestuhlt war für rund dreimal mehr.Die Abweichungen vom 2016 genehmigten Budget erklärte die Schulpflege folgendermassen: Mehr als erwartet zu Buche schlug mitunter die Besoldung der kommunalen Lehrkräfte (156 429 Franken) und die Lehrbesoldung an den Kanton (294 534 Franken).

IG Niniho vor Ort

Zudem unterlief der Schulpflege im Bereich der Sonderschulung ein «Überlegungsfehler»: Anstatt brutto waren die Beiträge an Privatschulen und Heime netto budgetiert worden, womit letztes Jahr Mehrausgaben im Rahmen von 607 453 Franken entstanden. Da allerdings die politischen Gemeinden höhere Steuereinnahmen erwirken konnten, entstand bei der Kreisschulgemeinde eine Differenz von 788 510 Franken zu ihren Gunsten.

So hitzig wie andere Diskussionen rund um die Kreisschulgemeinde war die Debatte an diesem Abend nicht. Die Interessensgemeinschaft (IG) Niniho, die das Dossier in den vergangenen Jahren mit Demonstrationen, Initiativen, Urnenabstimmungen und Beschwerden immer wieder aufgemischt hatte, zeigte dennoch Präsenz.

Auf den ersten Blick sehe die Rechnung gut aus, meldete sich Beat Kappeler, doch nachdem Ende 2015 zwei Drittel der Stimmberechtigten das Budget erst abgelehnt hatten, sei es «sehr unsportlich», dass es jetzt nur wegen höheren Steuereinnahmen nicht überschritten worden sei.

Weiter hiess es aus den Kreisen der IG, dass die aktuell positive Rechnung keine Carte Blanche für die Schulpflege sei: Ins nächste Budget sei äusserste Sorgfalt zu legen.

Letztlich sagten 42 Personen Ja zur Jahresrechnung 2016 und eine Person Nein. 18 Anwesende – aus den Reihen der IG Niniho – enthielten sich geschlossen. Die Schlussabrechnung des Umbaus der Turnhalle in Schulraum in der Seehalde gab danach nicht mehr zu reden. Die Stimmberechtigten folgten der Empfehlung der RPK, der Rechnung zuzustimmen, mit 58 Ja- zu 0 Nein-Stimmen und drei Enthaltungen.

Wasserschäden in der Kirche

Die Kreisgemeindeversammlung der reformierten Kirchgemeinde Niederhasli-Niederglatt dauerte nach den Niniho-Debatten noch rund eine halbe Stunde. Die 33 Stimmberechtigten hatten lediglich über die Jahresrechnung 2016 zu befinden, danach folgten diverse Informationen.

Die Jahresrechnung schloss mit einem Aufwand von 1,6 Millionen Franken gegenüber einem Ertrag von 1,8 Millionen Franken und einem Ertragsüberschuss von 163 625 Franken ab – im Voranschlag war mit einem Überschuss von 12 600 Franken gerechnet worden. Wie Kirchpflegemitglied Rudolf Ringli erklärte, hängt dies mitunter mit geringeren Sachaufwänden (54 000 Franken) und geringeren Personalkosten (40 000 Franken) zusammen. Die anwesenden Stimmberechtigten folgten der Empfehlung der RPK, die Jahresrechnung anzunehmen, einstimmig und diskussionslos.

Danach informierte Kirchpflegepräsident Paul Knöpfli über die Notfallsanierungen, die vergangenes Jahr rund um die Kirche in Niederglatt anfielen. Im Bereich des Kirchturms und später auch im Bereich der Altarzone war Wasser die Kirchenwände hinunter gelaufen – die kurzfristigen Sanierungen kosteten die Kirchgemeinde 49 600 Franken.

Die Kosten für die Teilsanierung, die übermorgen Montag beginnen wird, belaufen sich wiederum auf 150 000 Franken. «Dies sind gebundene Ausgaben, über die wir nicht abstimmen müssen. Sie werden sich aber im Jahresbudget bemerkbar machen», sagte Knöpfli.

Die Gemeinde Niederglatt klärt derzeit auch noch eine Gesamtsanierung des Dorfplatzes ab, das Konzept hierfür wird Ende dieses Jahres oder Anfang 2018 spruchreich sein.

Erstellt: 23.06.2017, 16:47 Uhr

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