Unihockey

Den Jets bleibt die europäische Club-Krone verwehrt

Im Final des Champions-Cups der Frauen muss sich Kloten-Dietlikon Schwedens Meister Täby 3:10 beugen. Die Halbfinal-Glanzleistung konnten die Jets in Ostrava nicht wiederholen.

Das Ende mit Tränen: Die Jets-Spielerinnen Isabelle Gerig, Evelyne Ackermann und Seraina Zwissler (von links) nach dem 3:10 im Final des Champions-Cups im tschechischen Ostrava gegen Täby.

Das Ende mit Tränen: Die Jets-Spielerinnen Isabelle Gerig, Evelyne Ackermann und Seraina Zwissler (von links) nach dem 3:10 im Final des Champions-Cups im tschechischen Ostrava gegen Täby. Bild: Claudio Schwarz

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«40 Minuten haben wir ihnen gut die Stange gehalten, doch dann konnten sie das Momentum auf ihre Seite bringen», sagte Tanja Stella. Die Verteidigerin erzielte in der 11. Minute das erste Tor des Finals. Eine Schwedin wollte vor dem eigenen Tor den Ball wegschiessen, doch dieser prallte an Stella und kullerte so ins Gehäuse. In der Folge entwickelte sich das Geschehen sehr ausgeglichen. Durch einen Doppelschlag in der 15. und 18. Minute gerieten die Jets noch vor der ersten Drittelspause allerdings mit 1:2 ins Hintertreffen.

Die Zürcher Unterländerinnen kamen nach der Pause ihrerseits durch einen Doppelschlag innert 52 Sekunden zu einem weiteren Vorsprung. Zuerst war es Isabelle Gerig, die für Blau-Gelb gut nachsetzte und traf, danach stocherte Hana Konickova den Ball über die Torlinie. Christelle Wohlhauser hätte kurze Zeit später beinahe auf 4:2 erhöht, blieb jedoch ohne Glück. Stattdessen konnten die Schwedinnen ausgleichen und kurz vor Drittelsende abermals in Führung gehen.

Das Warten geht weiter

Im letzten Spielabschnitt schlichen sich bei den Jets vermehrt Eigenfehler ein, die Täby innert vier Minuten eiskalt zu einem 7:3-Vorsprung ausnützen konnte. Danach versuchten es die Zürcher Unterländerinnen während einer Zweiminutenstrafe gegen Täby noch mit sechs Feldspielerinnen gegen vier – jedoch ohne Erfolg. Vielmehr gelang es den Schwedinnen, das Skore noch auf 10:3 zu erhöhen. «Das Spiel war sehr ausgeglichen. Leider haben wir im Schlussdrittel zu stark nachgelassen, was Täby eiskalt ausgenutzt hat», kommentierte Isabelle Gerig. «Schlussendlich hatten wir im letzten Drittel zu viel Respekt vor den Schwedinnen, vom Können her wären wir ihnen eigentlich ebenbürtig gewesen.»

Vergeblich gestreckt: Die schwedische Jets-Stürmerin Iza Rydfjäll (rechts) im Duell mit Täbys Verteidigerin Anna Petersen.
Foto: Claudio Schwarz

Für ihr Team, und für das Schweizer Frauen-Unihockey, geht damit das Warten weiter: Unter dem Namen UHC Dietlikon hatten die Unterländerinnen zuletzt 2008 den Euro-Floorball-Cup geholt. Und seit der Gründung des Champions-Cups im Jahr 2011 haben bei den Frauen stets die schwedischen Meisterinnen gewonnen.

Von Effizienz zu Dominanz

Dass sie am Sonntag überhaupt um den Gewinn des weltweit wertvollsten Titels für Clubteams spielen konnten, verdienten sich die Unterländerinnen freilich mit einer überzeugenden Leistung im Halbfinal gegen den finnischen Champion SB Pro Nurmijärvi, den sie klar 9:3 gewannen

Zwar gehörte die erste Grosschance des Spiels den Jets, doch das Spieldiktat lag zunächst bei den Finninnen. Es war einer starken Monika Schmid im Tor zu verdanken, dass daraus kein Rückstand resultierte. Nach zehn Spielminuten schaltete dann aber Julia Suter nach einem Freistoss blitzschnell und spielte Iza Rydfjäll im hohen Slot an, welche das Skore zum 1:0 eröffnete. Kurz vor der ersten Pause erhöhte Alice Granstedt nach einem mustergültigen Konter auf Zuspiel Suters zum 2:0. Nach nur 30 Sekunden im zweiten Drittel erhöhte Isabelle Gerig auf 3:0. Von da an dominierten die Gelb-Blauen die Partie und zeigten sich in bester Spiellaune, allen voran ihre erste Sturmlinie um Granstedt, Suter und Gerig: Das Trio sammelte insgesamt 15 Skorerpunkte.

Erstellt: 12.01.2020, 23:31 Uhr

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Kloten-Dietlikon - Täby 3:10

(1:2, 2:2, 0:6). Torax-Arena, Ostrava. – 1103 Zuschauer. – Tore: 12. Stella 1:0. 15. Carlsson (Croneld) 1:1. 18. Sjodin (Wiklund) 1:2. 29. (28:15) Gerig (Granstedt) 2:2. 29. (28:57) Konickova (Suter) 3:2. 34. Taivaloja (Carlsson) 3:3. 40. (39:45) Croneld (Varli) 3:4. 43. (42:37) Carlsson (Tschop) 3:5. 44. (43:36) Croneld (Carlsson) 3:6. 48. Taivaloja (Wiklund) 3:7. 54. Petersen (Sjodin/Ausschluss Wiklund!) 3:8. 55. Taivaloja (Carlsson) 3:9. 60. (59:34) Sjodin (Wiklund/Ausschluss Stella) 3:10. – Strafen: je 2×2 gegen beide Teams.

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