Bülach

Jetzt kommen die Perseiden-Sternschnuppen

Dieser Sommerhat es nicht nur wettertechnisch in sich, sondern auch astro­nomisch. Erneut heisst es, an den Himmel schauen, denn die Perseiden-Sternschnuppen sind im Anflug.

Der Radiant, wie der Ausstrahlungspunkt genannt wird, wandert bis zum 25. August von der Cassiopeia in den Perseus.

Der Radiant, wie der Ausstrahlungspunkt genannt wird, wandert bis zum 25. August von der Cassiopeia in den Perseus. Bild: PD

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Nach der totalen Mondfinsternis vom 27. Juli kündet sich ­bereits das nächste nächtliche Spektakel an, das sich allerdings über mehrere Nächte erstreckt. Dieser Ta­ge­ durchfliegt die Erde auf ihrer Jahresbahn die Auf­lösungsprodukte des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Daher sind um den 12. August herum wieder zahlreiche Sternschnuppen zu sehen. Dieses Jahr sind die Be­din­gungen sogar­ hervorragend, denn am 11. August ist Neumond mit einer partiellen Sonnen­finsternis über Skandinavien. Daher wird der Nachthimmel ausgesprochen dunkel sein.

Die Beobachtungsbedin­gun­gen könnten in den Nächten vom 12. bis 17. August kaum optimaler sein. Der zunehmende Mond ist bereits untergegangen, wenn die Nacht über der Schweiz hereinbricht. So werden ab etwa 23 Uhr mit Blickrichtung Nordosten je nach Quelle zwischen 50 bis 100 Sternschnuppen stündlich erwartet, mitunter sind auch sehr helle Objekte mit dabei, sogenannte Feuerkugeln, die gerne Leuchtspuren hinterlassen können.

Wie eine Autofahrtbei Schneetreiben

Die Richtung, aus welcher die Sternschnuppen über den Himmel zu schiessen scheinen, ist rein optischer Natur. Es ist vergleichbar mit einer Autofahrt bei dichtem Schneetreiben. Es entsteht der Eindruck, als würden die Schneeflocken radial von einem Punkt aus auf die Windschutzscheibe «zufliegen».

Die Perseiden-Sternschnuppen 2018 (Quelle: wetteronline.de)

Nun sitzen wir auf dem «Raum­schiff­ Erde», das im August in Richtung Cassiopeia / Perseus steuert. In der Hochatmosphäre (70 bis 120 km) verglühen die Meteo­riten und ionisieren dabei kurzzeitig die Luftmoleküle. Was aber als Lichtblitz wahrgenommen wird, ist nicht das Verglühen des Teilchens selbst, sondern die Energieabgabe der angeregten Gasmoleküle in Form von Photonen beim Wiedererlangen des ursprünglichen Energie­zustands. Diesen Vorgang nennt man Rekombinationsleuchten.

Sternwarte Bülacheine ganze Woche lang offen

Die Schul- und Volkssternwarte Bülach ist von Montag, 13., bis und mit Freitag, 17. August, jeden Abend ab 20 Uhr für das Publikum geöffnet. Am Montag, Mittwoch­ und Freitag bieten die Mitglieder der Astronomischen Ge­sell­schaft Zürcher Unterland geführte Planetenwegbegehungen bei schönem Wetter an. Besamm­lung zum gut einstün­di­gen Spaziergang ist um 19.45 Uhr bei der Modell-Sonne an der Kantons­schule Zürcher Unterland. In der Sternwarte ange­kom­men, warten gleich vier Plane­ten auf die Besucher. (red)

Erstellt: 08.08.2018, 10:18 Uhr

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