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Zwei Jugendliche sollen Haus angezündet haben

Der Grossbrand in einem Bassersdorfer Bauernhaus beschäftigt jetzt die Jugendanwaltschaft. Der Hausbesitzer hofft auf baldige Klärung. Sein Neubauprojekt an selber Stelle wurde bewilligt.

Bis an jenem ersten Wochenende im August 2018 alles gelöscht war, stand die Bassersdorfer Feuerwehr an der Klotenerstrasse 31 über 15 Stunden im Einsatz. Foto: Archiv
Bis an jenem ersten Wochenende im August 2018 alles gelöscht war, stand die Bassersdorfer Feuerwehr an der Klotenerstrasse 31 über 15 Stunden im Einsatz. Foto: Archiv

Wer vom Flughafen her kommend durch Bassersdorf fährt, dem sticht auf Höhe der Klotenerstrasse 31 eine markante Brandruine ins Auge. Wieso dort ein altes Bauernhaus vor etwas mehr als einem Jahr plötzlich in Rauch aufging, blieb bislang ungeklärt. In den vergangenen 15 Monaten deutete wenig auf eine baldige Klärung der Brandursache hin. Die neuste Wendung kommt überraschend.

Die Oberjungendanwaltschaft des Kantons Zürich teilt auf Anfrage mit, dass es eine konkrete Spur zur Aufklärung des ominösen Brandes gibt. «Wir können bestätigen, dass die Jugendanwaltschaft gegen zwei minderjährige Personen eine Strafuntersuchung eröffnet hat», heisst es ganz grundsätzlich. Und zur Stossrichtung der Untersuchung schreibt Mediensprecherin Sarah Reimann: «Ermittelt wird wegen Hausfriedensbruch sowie Verdachts auf Brandstiftung und fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst.» Die Strafuntersuchung sei zurzeit noch am Laufen, teilt sie weiter mit und betont zugleich, dass für beide verdächtigten Personen die Unschuldsvermutung gelte.

Nicht der erste Brand

Der noch ungeklärte Brand in seinem Elternhaus – das unbewohnt war und nicht unter Schutz stand – hat dem 80-jährigen Grundstückbesitzer Urs Brunner zugesetzt. Schon 1996 war ein anderes unbewohntes Bauernhaus von ihm unter mysteriösen Umständen niedergebrannt. Es stand unmittelbar neben dem Elternhaus. Doch während im jüngsten Fall eine Aufklärung der Brandursache als möglich erscheint, konnten die Hintergründe des ersten Brandes vor 23 Jahren bis heute nicht restlos geklärt werden. Das betroffene Haus war über 450-jährig und kurz zuvor unter Schutz gestellt worden. Bis heute klafft an jener Stelle der Bassersdorfer Kernzone im Unterdorf eine Baulücke.

Mit diesen zwei neuen Wohnblöcken sollen die von den Bränden betroffenen Grundstücke an der Ecke Klotener-/Opfikonerstrasse in Bassersdorf neu bebaut werden. Visualisierung: Wagner Architekten
Mit diesen zwei neuen Wohnblöcken sollen die von den Bränden betroffenen Grundstücke an der Ecke Klotener-/Opfikonerstrasse in Bassersdorf neu bebaut werden. Visualisierung: Wagner Architekten

Allerdings gibt es für den dorfbekannten Senior auch Lichtblicke. Denn auf den beiden nur durch den Dorfbach getrennten Grundstücken hat Brunner Grosses vor. Wie man beim Bauamt der Gemeinde Bassersdorf bestätigt, ist ein umfangreiches Bauprojekt von seiner Firma bb-Bau nun bewilligt worden und kann somit umgesetzt werden.

Baldiger Baustart möglich

Der Bassersdorfer Hauseigentümer, der weitere Wohnblöcke im Dorf besitzt, plant an der Ecke wo die beiden Häuser niedergebrannt sind, zwei markante Neubauten samt einer Tiefgarage. Und da, wo sich heute ein Parkplatz der Gemeinde befindet, soll ein kleiner Park entstehen. Die Landabtretungsverträge seien unterzeichnet und die strittigen Punkte im Umgang mit dem Wasserlauf hätten bereinigt werden können, bestätigt Patrik Baumgartner, zuständiger Abteilungsleiter der Gemeindeverwaltung. Die Abbruchbewilligung für das abgebrannte Haus sei übrigens im Baugesuch enthalten. Noch müssten ein paar formale Details geregelt werden, doch einem Baustart stünde sonst nichts mehr im Weg.

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