Kloten

Junge Schweizer bleiben lange dran

Im Eröffnungsspiel der Jubiläumsausgabe der Airport-Trophy in Kloten hat die Schweizer U-21-Equipe gegen den Favoriten Frankreich gut mitgehalten, am Ende aber 31:36 verloren.

Jannic Störchli fliegt zum Torwurf heran. Der Kreisläufer von Fortitudo Gossau erzielt gegen Frankreich stolze fünf Treffer.

Jannic Störchli fliegt zum Torwurf heran. Der Kreisläufer von Fortitudo Gossau erzielt gegen Frankreich stolze fünf Treffer. Bild: Urs Weisskopf

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Trotz der sommerlichen Temperaturen fanden sich gestern schon am frühen Freitagabend zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer in der Klotener Ruebisbachhalle ein – darunter einige lautstarke Fans der Einheimischen. Die Spieler beider Teams schien das zu stimulieren, verwerteten sie doch hüben wie drüben die allermeisten ihrer Chancen.

Getragen von der begeisternden Stimmung gestalteten die Schweizer die Partie gegen den alljährlichen Turnierfavoriten aus dem westlichen Nachbarland ausgeglichen – und netzten nach zehn Spielminuten zum 7:7 ein. In der Folge war die Abtastphase in der Defensive definitiv vorbei, und das Spiel nahm merklich an Härte zu. Beidseitig wurde ordentlich zugepackt, was für zusätzliche Emotionen in der Halle sorgte.

Zur Halbzeit voraus

Die Schweizer U-21-Nationalmannschaft von Marcel Tobler bewies im weiteren Spielverlauf, wozu sie fähig ist. So vermochten die Gastgeber aus einer dichten, agilen Abwehr heraus und dank einer weiterhin guten Chancenauswertung die Führung an sich zu reissen. Nach 25 Spielminuten baute Michael Kusio (BSV Bern), mit sieben Toren der erfolgreichste Schweizer Skorer an diesem Abend, den Vorsprung gar auf 17:14 aus. Mit der taktischen Variante, mit sieben Feldspielern anzugreifen und währenddessen den Torhüter vom Feld zu nehmen, traf Tobler offensichtlich ins Schwarze. Auch wenn die Franzosen vor der Halbzeit noch den Anschlusstreffer zum 17:16 Pausenstand erzielten – die erste Halbzeit zumindest beendeten die jungen Schweizer als Sieger.

Auch zu Beginn des zweiten Durchgangs konnten die Franzosen ihrer Favoritenrolle nicht gleich gerecht werden. Obschon auf dem Papier unterlegen, glänzten die Schweizer mit beherztem Handballspiel und boten den «Bleus» paroli. Doch dann setze die Mannschaft in Blau zum Zwischensprint ein, sodass sich Marcel Tobler in der 45. Minute zum Timeout gezwungen sah. Doch auch nach der Ansprache des Trainers leisteten sich die Schweizer den einen oder anderen technischen Fehler zu viel, wodurch sie den Franzosen zur zwischenzeitlichen 27:24 Führung verhalfen. Im weiteren Spielverlauf bekundeten die Einheimischen zunehmend Mühe mit dem eigenen Angriffsaufbau, während die französischen Gäste weiter abgeklärt aufs Tempo drückten. Trotz 5-Tore-Rückstands liess sich die Nationalmannschaft nicht unterkriegen und bot dem Heimpublikum noch einmal feinsten Handballsport.

Spannung bis zum Schluss

Auch wenn die Schweizer U-21-Auswahl am Ende eine 31:36-Niederlage einstecken musste, konnte sie über weite Strecken mit den starken Franzosen mithalten. Aus einheimischer Sicht stimmt dies für die kommenden Turniertage zuversichtlich.

Spanien und Deutschland, die beiden nächsten Schweizer Gegner, trennten sich in der zweiten Partie des Auftaktabends 26:26. Das Spiel hielt, was es versprochen hatte: intensive Zweikämpfe, schnelle Gegenstösse, spektakuläre Paraden der Goalies – und Spannung bis zum Abpfiff.

Erstellt: 28.06.2019, 23:31 Uhr

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